Schusseligkeit kann teuer werden: Weil ein Hauseigentümer aus Kaiserslautern einen Wasserschaden der falschen Versicherung gemeldet hatte, bleibt er auf Kosten in Höhe von rund 143.000 Mark sitzen.

Während er im Urlaub war, fiel in seinem Haus die Heizung aus, die Fußbodenheizung fror ein, danach platzte ein Leitungsrohr. In der Aufregung meldete der Mann den Schaden bei der falschen Versicherung. Obwohl er schon wenige Tage später auf den Irrtum hingewiesen wurde, trödelte er zwei Monate herum, bevor er den Wasserschaden bei der zuständigen Versicherung meldete.

Doch die sagte nein ­ und bekam Recht vor Gericht. Ausschlaggebend war nicht, wie sonst häufig bei Wasserschäden, ob der Mann sein Haus ausreichend winterfest gemacht hat. Das Oberlandesgericht Zweibrücken befand: Die Versicherung muss nicht zahlen, weil der Hausbesitzer den Schaden nicht unverzüglich angezeigt hat. Diese Verletzung der Meldepflicht habe die Versicherung daran gehindert, die Ursachen des Schadens zu überprüfen (Az. 1 U 187/99).

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