Läuft der Keller voll, weil nach starkem Regen das Grundwasser durch die Mauern drückt, hat der Hausbesitzer doppelt Pech. Er bekommt für den Schaden kein Geld, selbst wenn er eine erweiterte Elementarschadenversicherung hat.

Ansteigendes Grundwasser ist keine Überschwemmung, urteilte das Landgericht Berlin (Az. 7 O 137/03). Nur wenn ein Gewässer über die Ufer tritt oder wenn Regenwasser direkt in den Keller läuft, kommt die Elementarschadenversicherung dafür auf. Eine Wohngebäudeversicherung würde dem Hausbesitzer dagegen nichts nützen, denn sie zahlt nur für Schäden, die durch Leitungswasser entstehen.

Glück im Unglück haben bei einem Grundwasserschaden Versicherte, die noch eine DDR-Haushaltsversicherung haben. Diese Policen, die heute von der Allianz verwaltet werden, decken auch Schäden durch Grundwasser ab. Heute ist es aber nicht mehr möglich, einen solchen Vertrag abzuschließen.

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