Gebäudesanierung Faustregeln für die beste Finanzierung mit der KfW-Bank

20.03.2007
Inhalt

Die staatliche KfW-Bank hat ihr Gebäude­sanierungsprogramm seit Anfang des Jahres deutlich erweitert. Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen, die ihre Immobilie energiesparend modernisieren, können nun ­zwischen zwei Varianten der Förderung wählen (siehe auch Tabelle „Zuschüsse und Darlehen der KfW“):

  • Günstiger Kredit: Sie nehmen über ihre Hausbank oder eine andere Bank von der KfW ein günstiges Darlehen auf. Zusätzlich erhalten sie einen Tilgungszuschuss, wenn der Energieverbrauch des Gebäudes nach der Sanierung die für Neubauten geltenden Höchstwerte nicht übersteigt.
  • Zuschuss: Sie beantragen direkt bei der KfW einen Zuschuss von 5 bis 17,5 Prozent der Sanierungskosten (maximal 8 750 Euro).

Was ist günstiger: der Zuschuss oder das Darlehen? Finanztest hat eine Fülle von Finanzierungsbeispielen berechnet und daraus diese Faustregeln abgeleitet:

  • Der Zuschuss lohnt sich nur, wenn Sie die Sanierungskosten vollständig oder zumindest größtenteils aus eigenen Mitteln ­bezahlen können.
  • Benötigen Sie einen Kredit von 30 Prozent der Sanierungskosten und höher, sollten Sie das Darlehen der KfW bevorzugen. Die Zinsersparnis im Vergleich zu einem normalen Bankdarlehen ist dann höher als der Zuschuss. Ausnahme: Sie haben einen zuteilungsreifen Bausparvertrag und können ein Bauspardarlehen mit sehr günstigen Zinsen für die Finanzierung einsetzen.

Wenn Sie sich für das KfW-Darlehen ­entscheiden, nehmen Sie am besten die maximale Darlehenssumme auf – auch wenn Sie einen Teil der Kosten mit Eigenkapital zahlen könnten. Eine sichere Anlage Ihres Ersparten bringt Ihnen mehr Zinsen, als Sie für das KfW-Darlehen bezahlen müssen. Sie sparen daher Geld, wenn Sie Ihr Kapital anlegen und erst am Ende der Zinsbindung zur Darlehenstilgung verwenden.

20.03.2007
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