Gauner aus Osteuropa Meldung

„Werden Sie Finanzagent!“ Mit solchen E-Mails gehen Gauner aus Osteuropa auf Dummenfang. Alles, was das Opfer braucht, ist ein Bankkonto: „Unsere Kunden in Deutschland überweisen Ihnen Geld. Sie behalten 10 Prozent als Provision und schicken uns den Rest per Western Union.“ So will zum Beispiel eine russische Heiratsagentur Geld transferieren. Das sei billiger als teure Auslandsüberweisungen.

Wer darauf hereinfällt, zahlt Lehrgeld. Die Überweisungen kommen aus kriminellen Geschäften. Die Betrüger haben zuvor fremde Online-Bankkonten geknackt. Für dieses „Phishing“ (siehe mittlere Spalte) brauchen sie ein einwandfreies Konto, um Geld darauf umzuleiten.

„Wer mitmacht, erhält einige Wochen lang Geld“, berichtet Ben Fischer von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Danach kappen die Täter den Draht zum „Agenten“.

Mit gutem Grund, denn bei dem steht bald die Polizei, bei der sich die betrogenen Bankkunden gemeldet haben. In Bielefeld läuft ein Strafverfahren gegen einen 19-jährigen Schüler, der eigentlich nur einen Nebenjob suchte: Beihilfe zur Geldwäsche und unerlaubte Finanzgeschäfte. Darauf stehen Gefängnisstrafen.

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