Etwa 13.000 deutsche Schüler besuchen jährlich mehrere Monate eine ausländische Schule. Sie sind künftig bei der Buchung ihres Aufenthalts gesetzlich besser abgesichert. Auf Gastschulaufenthalte trifft nämlich jetzt das verbraucherfreundliche Pauschalreiserecht zu. Dafür wurde im Bürgerlichen Gesetzbuch der Paragraph 651 I eingefügt.

Der Schüler beziehungsweise seine Eltern können den Vertrag stornieren, wenn der Veranstalter nicht spätestens zwei Wochen vor Reiseantritt den Namen und die Anschrift der Gastfamilie und eines Betreuers mitteilt. Der Vertrag wird auch unwirksam, wenn der Veranstalter nicht angemessen auf den Aufenthalt vorbereitet, wenn er also nicht über die Besonderheiten des Programms aufklärt.

Der Aktion Bildungsinformation (ABI), die sich dem Verbraucherschutz in Bildungsfragen verschrieben hat, geht die neue Regelung noch nicht weit genug. Sie kritisiert vor allem die kurze Mitteilungsfrist, aber auch, dass der Schüler weitere Informationen wie persönliche, räumliche und sachliche Verhältnisse der Gastfamilie nur dann einfordern kann, wenn der Anbieter dies vorher eindeutig zugesichert hat oder es vereinbart wurde.

Tipp: Bei der Aktion Bildungsinformation e. V. gibt es eine neue 240-seitige Auflage der Broschüre "Schuljahresaufenthalte in USA" für das Schuljahr 2002 / 2003 (29 Mark einschließlich 4 Mark Versandkosten). Im Programm sind auch Broschüren für Sprachreisen und -kurse.

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