Um eine Gast­stätte zu führen, sind Kennt­nisse der deutschen Sprache keine zwingende Voraus­setzung, so das Verwaltungs­gericht Neustadt an der Wein­straße (Az. 4 L 403/16). In der pfäl­zischen Stadt Bad Dürkheim sollte das asiatische Schnell­restaurant einer viet­namesischen Staats­angehörigen wegen ihrer mangelnden Sprach­kennt­nisse geschlossen werden. Dagegen legte die Gast­stätten­betreiberin erfolg­reich Wider­spruch ein. Ihre Aufenthalts­erlaubnis gestattet ihr die Ausübung einer selbst­ständigen Tätig­keit. Für eine Gast­stätten­erlaubnis muss sie lediglich über die Grund­züge des Lebens­mittel­rechts unter­richtet werden, was auch per Dolmetscher möglich ist. Die vier Angestellten des Restaurants sprechen gut Deutsch und können problemlos Bestel­lungen aufnehmen. Die Betreiberin hat sich unterdessen zum Deutsch­kurs angemeldet.

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