Gaspreise Meldung

Mehr als 30 Prozent sind die Gaspreise binnen drei Jahren gestiegen.

Kunden können sich juristisch gegen ungerechtfertigte Preiserhöhungen durch ihren Gaslieferanten wehren. Sie können aber nicht die Rechtmäßigkeit des gesamten Gaspreises vom Richter prüfen lassen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. VIII ZR 36/06).

Geklagt hatte ein pensionierter Richter, der durch die Gaspreiserhöhung der Heilbronner Versorgungsgesellschaft (HVG) 800 Euro mehr im Jahr zahlen musste. Weil die HVG nachwies, dass sie nur höhere Bezugskosten weitergegeben hat, galt die Anhebung als angemessen.

Eine Kontrolle des gesamten Preises lehnten die Richter mit der Begründung ab, Gasversorger seien keine Monopolisten. Kunden könnten auf andere Energieträger wie Heizöl oder Fernwärme umsteigen.

Tipp: Strom- und Gaskunden sollten weiterhin jeder sehr großen Preiserhöhung widersprechen. Musterbriefe gibt es bei den Verbraucherzentralen oder dem Bund der Energieverbraucher (www.energieverbraucher.de). Zahlen Sie nur unter Vorbehalt, wenn der Lieferant nicht darlegt, warum er erhöht.

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