Gaspreise Meldung

Gaskunden können sich gegen starke Preiserhöhun­gen wehren.

Erstmals hat ein Gericht die Preiserhöhung eines Gasversorgers für ungültig erklärt. Das Amtsgericht Heilbronn gab der Klage eines Bürgers gegen die Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) statt (Az. 15 C 4394/04). Die HVG hatte den Gaspreis zum 1. Oktober 2004 um 10 Prozent erhöht. Die Preiserhöhung erklärte das Unternehmen mit der Kopplung des Gaspreises an den Ölpreis.

Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass das Gasunternehmen nicht einmal ansatzweise bereit gewesen sei, seine Kalkulation von Kosten und ­Gewinnen offen zu legen.

Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig, die HVG kündigte Berufung an.

Tipp: Wenn Sie gegen eine extreme Preissteigerung Ihres Gasversorgers protestiert haben, sind die Aussichten auf Erfolg jetzt größer. Einen Musterbrief dafür gibt es unter www.energiepreise-runter.de. Teilen Sie in dem Schreiben mit, dass Sie nur den bisherigen Gaspreis plus ­einer Preissteigerung von 2 ­Prozent akzeptieren und die Einzugsermächtigung nur für diese Summe gilt.

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