Gaskunden mit Sonderverträgen müssen unzulässigen Preiserhöhungen binnen drei Jahren widersprechen, sonst erhalten sie kein Geld zurück. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Az. VIII ZR 113/11 und VIII ZR 93/11). Sonderverträge haben alle Kunden, die in einen günstigeren Tarif gewechselt sind. Die Frist beginnt mit der Abrechnung, in der ein Versorger den Preis erstmals unzulässig erhöht hat.

Unwirksame Preisklauseln gibt es viele. Verboten sind Klauseln, die den Gaspreis an den Ölpreis koppeln. Ob eine Klausel unwirksam ist, können Verbraucher aber nur schwer selbst erkennen. Die Verbraucherzentralen helfen dabei.

Tipp: Einfacher ist es oft, sich einen günstigeren Tarif zu suchen – das gilt auch für Kunden in der Grundversorgung. Wenn Sie einer Preiserhöhung widersprechen, zahlen Sie trotzdem den vollen Betrag weiter und weisen Sie darauf hin, dass Sie das nur unter Vorbehalt tun. Die Verbraucherzentralen bieten Musterbriefe an ( www.vzbv.de, Suche „Musterbriefe“).

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