Der Versorger Eon Hanse soll die Kalkulation seiner Gaspreise offen legen. Das Hamburger Landgericht gibt Eon Hanse Gelegenheit nachzuweisen, dass drei Preiserhöhungen um insgesamt 25 Prozent seit Oktober 2004 gerechtfertigt waren. Der bloße Hinweis auf die Koppelung des Gaspreises an den gestiegenen Ölpreis reiche nicht. Eine Entscheidung über die Zulässigkeit der Erhöhungen will das Gericht am 8. Dezember 2005 fällen.

Gemeinsam mit der Hamburger Verbraucherzentrale hatten 52 ­Gaskunden gegen den Eon Hanse geklagt. Ähnliche Verfahren sind in Bremen gegen den Versorger sbw anhängig, in Berlin hat die ­Verbraucherzentrale eine Klage gegen die Gasag angekündigt.

Im Mai hatte das Amtsgericht Heilbronn eine Preiserhöhung der Heilbronner Versorgungs GmbH für ungültig erklärt (Az. 15 C 4394/04, nicht rechtskräftig), weil der Versorger nicht bereit war, seine Kalkulation von Kosten und Gewinnen darzulegen.

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