Probleme und Chancen: Fragen zum Heizen mit Gas

Braucht ein Gaskessel viel Platz?
Nein. Die Wandgeräte sind nur weniger als einen Meter hoch und meist weniger als einen halben Meter breit. Am platz­sparendsten sind Kessel, die bei der Warm­wasser­bereitung als Durchlauf­er­hitzer ohne Speicher arbeiten (siehe Tabelle). Bei den von uns geprüften Systemen brauchen die Solarspeicher den meisten Platz.

Kann ich den vorhandenen Schorn­stein weiter nutzen?
Alte gemauerte Schorn­steine sind für moderne Heizkessel unge­eignet. Da Brenn­wert­geräte die Energie optimal nutzen, sind die Abgas­temperaturen so nied­rig, dass sich im Schorn­stein viel Kondens­wasser bildet. Gemauerte Kamine würden versotten. Statt­dessen sind Edelstahl- oder Kunst­stoff­rohre üblich. Die lassen sich aber meist in einen alten Schorn­stein einziehen. Fragen Sie den Schorn­steinfeger.

Welche Alternativen gibt es?
Wer die alten Schorn­steinzüge nicht nutzen möchte, kann die neuen Abgas­rohre auch auf anderen Wegen nach oben ins Freie führen. Zum Beispiel kann dafür die nächst­beste Außenwand durch­bohrt werden. Auch hier gilt: Schorn­steinfeger fragen.

Wie funk­tioniert die Luft­zufuhr?
Die Abgas­rohre sind meist doppelwandig gebaut und erfüllen zwei Funk­tionen. Im inneren Kern­rohr wird das Abgas nach draußen geblasen, über das äußere Mantel­rohr wird die Luft für die Verbrennung in den Kessel gesaugt. Auf diese Weise braucht der Heizkessel keine Luft­zufuhr aus dem Aufstell­raum: Er arbeitet „raum­luft­unabhängig“. Dicht schließende Fenster und Haustüren sind daher kein Problem.

Ist ein Abwasser­anschluss nötig?
Ja. Das im Schorn­stein und im Gerät kondensierende Wasser muss in die Kanalisation fließen können. Immerhin können pro Tag mehrere Liter anfallen. Meist lässt sich der Ablauf­schlauch ohne viel Aufwand an die in Bad, Küche und Wasch­küche ohnehin vorhandenen Abwasser­rohre anschließen.

Wo kann ich den Kessel aufstellen?
Vom Keller bis unters Dach gibt es viele Möglich­keiten. Zum Beispiel auf dem Dachboden, im Bad oder in der Küche. Vorteilhaft ist, dass die Geräte klein und recht leise sind und sich alle Anschlüsse relativ leicht verlegen lassen. Bei der Wahl des Aufstell­orts für den großen Solarspeicher ist aber zu beachten, dass er – mit Wasser gefüllt – fast eine halbe Tonne wiegt.

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