Gas- und Strompreise Meldung

Bundeskartellamts-Präsident Ulf Böge hat ein Verfahren gegen einen Versorger eingeleitet, der Kunden mit einer Liefersperre gedroht hat.

Energiekonzerne dürfen Kunden nicht mit einer Strom- oder Gassperre drohen, wenn diese sich gegen eine Preiserhöhung wehren und Widerspruch einlegen. Das hat das Bundeskartellamt klargestellt, nachdem sich zahlreiche Verbraucher bei der Behörde beschwert hatten.

Die Drohungen seien ein Missbrauch der Monopolstellung des Energieversorgers, solange die Rechtmäßigkeit der Preiserhöhung nicht nachgewiesen oder von einem Gericht festgestellt sei.

Bundeskartellamts-Präsident Ulf Böge befürchtet, dass sich insbesondere ältere und mittellose Menschen einschüchtern lassen und die geforderten Preiserhöhungen zahlen.

Er hat die Energieversorger aufgefordert, Sperrandrohungen zu unterlassen. Unternehmen, die sich nicht daran halten, müssen mit einer Geldbuße bis zu einer Million Euro rechnen.

Tipp: Der Bund der Energieverbraucher (www.energieverbraucher.de) und die Verbraucherzentralen bieten Musterbriefe, mit denen Sie sich gegen überzogene Gas-und Strompreiserhöhungen wehren können.

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