Gartenscheren Test

Solide Gartenscheren haben ihren Preis. Wer Billigprodukte kauft, erlebt damit bei der Garten­arbeit oft wenig Freude: Das Werk­zeug kann relativ schnell kaputt gehen. Von den 28 geprüften kleinen Garten- und großen Astscheren war jede dritte nur ausreichend oder gar mangelhaft. test zeigt, welche Schere gut abschneidet.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuel­leren Test Garten- und Astscheren.

Nicht gut abge­schnitten

Bei den Prüfungen galt das Zeitrafferprinzip: Belastungen, die normaler­weise im Verlauf mehrerer Jahre auftreten, simulierte der auto­matisch betriebene Scheren­prüf­stand in kürzester Zeit: 6 000 Mal musste sich jede einzelne Schere durch Buchen­holz­stäbe beißen. Mehrere billige Gartenscheren blieben dabei auf der Strecke.

Schon früh ins Gras gebissen

So zerbrach der Kunst­stoff­griff einer kleinen Lidl-Schere sofort, der Alugriff eines bunten Penny-Produkts nach nur wenigen Schnitten. Eine Einhand­schere von Lux hielt zwar etwas länger durch, aber nach etwa 400 Schnitten brach auch sie entzwei. Und bei einer kleinen Gardena-Schere verformte sich nach rund 1 000 Schnitten der Griff so stark, dass sie nicht mehr zu gebrauchen war.

Mehr Kraft mit einer Astschere

Für etwas dickere Zweige sind Astscheren besser geeignet als die kleineren Gartenscheren: Ihre langen Griffe lassen sich mit beiden Händen bedienen und weit auseinander­ziehen. So entsteht viel Hebel­wirkung. Außerdem arbeiten die meisten Astscheren mit kraft­sparender Über­setzung – die Anbieter nennen das oft auch „Getriebe“.

Die besten fürs Grobe

Die beste Astschere im Test ist die Fiskars Power Gear Bypass Getrie­beast­schere. Eine Bypass-Schere arbeitet mit zwei Schneiden, die sich beim Schnitt wie bei einer üblichen Haus­halts­schere aneinander vorbei bewegen. Ebenfalls empfehlens­wert ist die Wolf Garten RS 830 mit Amboss­technik. Das heißt: Sie besitzt nur eine Schneide, die auf eine etwas breitere Amboss­fläche trifft.

Die beste Kompakte

Bei den kleinen Gartenscheren für den Einhand­betrieb ist die Hebel­wirkung naturgemäß begrenzt. Besonders wichtig für gutes Schneiden sind daher Schärfe und Gleit­eigenschaften der Klinge. Testsieger ist die Gardena Smart Cut mit zuschalt­barer Ratsche: Damit kann der Gärtner etwas dickere Zweige abschnitts­weise durch­trennen – indem er die Griffe mehr­mals nach­einander zusammendrückt. Das dauert zwar länger, erfordert aber bei jedem einzelnen Schnitt weniger Kraft.

Mit Klemm­stellen und Schad­stoffen

An mehreren Scheren können sich Gärtner beim Arbeiten die Finger klemmen. Hinzu kommen Schad­stoff­belastungen bei manchen Scheren: So ist der Griff der billigen Astschere von Lux stark belastet mit poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffen (PAK). Dahinter verbergen sich viele Einzel­stoffe, von denen einige als krebs­erzeugend, frucht­schädigend und erbgutver­ändernd gelten.

Dieser Artikel ist hilfreich. 1081 Nutzer finden das hilfreich.