So haben wir getestet

Im Test: 19 Einhand-Gartenscheren, darunter 2 mit spezieller Griff­form sowie 12 Astscheren (exemplarische Auswahl unter Berück­sichtigung von Aktions­ware), darunter je 2 relativ kurze Modelle sowie 2 mit Teleskop­funk­tion.

Einkauf der Prüf­muster: Januar bis April 2015.

Preise: Anbieterbefragung im Mai 2015.

Abwertungen

Lauteten die Urteile für Schneiden oder Halt­barkeit ausreichend oder schlechter, konnte das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser sein. War der Kraft­aufwand im Neuzustand mangelhaft, konnte Schneiden nicht besser sein. Bei mangelhaftem Ergebnis der Dauer­prüfung konnte die Halt­barkeit nicht besser sein. War das Urteil für Schad­stoffe im Griff mangelhaft, galt das auch für das Qualitäts­urteil.

Schneiden: 45 %

An trockenen Buchen­holz­stäben (Durch­messer bei Gartenscheren 1 cm, bei Astscheren 2 cm) ermittelten wir den Kraft­aufwand im Neuzustand sowie den Kraft­aufwand nach 3 000 Schnitten. Ergänzend über­prüften drei Experten bei Schnitten an verschiedenen frischen und trockenen Gehölzen das Schnitt­bild im Neuzustand.

Halt­barkeit: 20 %

Bei der Dauer­prüfung wurden Buchen­holz­stäbe (Durch­messer bei Gartenscheren 1 cm, bei Astscheren 2 cm) auf einem Prüf­stand bis zu 6 000 Mal durch­schnitten. Wir protokollierten, wann dabei an den Scheren Veränderungen wie Brüche zu beob­achten waren. Außerdem prüften wir die Reparier­barkeit (Angebot an Ersatz­teilen) und die Robustheit (Stabilitäts­prüfung der Griffe mit 500 Newton – bei Astscheren mit 700 Newton). Nach sechs­maligem Fall­test aus einem Meter Höhe auf Beton kontrollierten wir die Scheren auf Schäden.

Hand­habung: 25 %

Zwei Experten über­prüften die Gebrauchs­hinweise (u. a. zu Verwendung, Pflege und Reparatur). Sechs männ­liche und weibliche Prüf­personen (zwei Experten, zwei Gartenbau-Auszubildende und zwei erfahrene Hobby­gärtner; darunter ein Links­händer) erprobten an verschiedenen Gehölzen die Griffig­keit (u. a. mit feuchten Händen oder mit Hand­schuhen), Leicht­gängig­keit (subjektiv empfundene Anstrengung), die Belastung durch das Gewicht und das Auffinden (Farb­kontrast zu Erde und Vegetation). Bei Gartenscheren: Fest­steller und Zusatz­funk­tionen (zum Beispiel des Draht­schneiders) und Aufbewahren (unter anderem Ausstattung mit Haltesch­laufe). Bei Astscheren: Komfort beim Schneiden (Verhinderung des Wegrutschens von Ästen und ggf. Teleskop­funk­tion).

Sicherheit: 5 %

Zwei Experten prüften hinsicht­lich scharfer Kanten und Klemm­stellen. Sie kontrollierten, ob Fest­steller – auch beim Fall­test – zuver­lässig schließen.

Schad­stoffe im Griff: 5 %

Analyse der Kunststoffe auf poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK), angelehnt an AfPS GS 2014:01 PAK, und Phthalat-Weichmacher.

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