Garten­pflege Meldung

Südlän­dische Pflanzen brauchen Plusgrade, um den Winter zu über­stehen. Frost­schutz allein genügt nicht. test.de erklärt, was zu tun ist, wenn der Winter kommt.

Knollen erst trocknen

Knollen­pflanzen wie Canna, Dahlien oder Knollen­begonien sollten zunächst trocknen: anhaftende Erde entfernen, Stiele und Wurzeln auf etwa 10 Zenti­meter Länge kürzen, größere Wurzeln und Fauls­tellen abschneiden. Die Knollen auf ein Holz­brett legen und etwa drei Wochen im dunklen Keller lagern. Erst dann Stiele und Ableger beseitigen. Nun kommen Knollen und Ableger in einen löch­rigen Pflanzenbottich voller Hobel- oder Sägespäne. Den Bottich bis zur Pflanz­zeit im Frühling an einen dunklen, kühlen Platz – um plus fünf Grad Celsius – stellen.

Zwiebelblumen verwelken lassen

Ranunkeln, Gladiolen, Mont­bretien, nicht winterharte Lilien gehören zu den Zwiebelblumen. Sie zeigen, wann sie aus der Erde dürfen. Ist das Kraut verdorrt, haben die Zwiebeln genügend Nähr­stoffe für die Winter­pause und den Neustart im Früh­jahr gesammelt. Nur gesunde Exemplare lagern. Fauls­tellen können andere anste­cken. Die Zwiebeln in eine flache Kiste auf eine Schicht Sand legen, mit einem Sand-Torf-Gemisch bedecken, bei trockener Luft immer wieder leicht anfeuchten. Anforderung auch hier im Raum: um die fünf Grad und dunkel.

Kübel­pflanzen lagern

Alte Blätter, Samen­stände, schadhafte Teile entfernen. Kübel­pflanzen bevor­zugen helle Räume, aber unterschiedliche Temperaturen. Ficus Benjaminii mag es nicht unter 15 Grad, die Dattel­palme nicht über 10 Grad. Sie bekommt sonst magere Triebe. Den meisten Kübel­pflanzen sind 5 bis 10 Grad recht. Ganz leicht feucht halten genügt.

Zum Profi bringen

Viele Gärtnereien bieten einen Über­winterungs­service. Mit etwa 30 Euro pro Kübel oder 75 Euro pro Quadrat­meter Stell­fläche sollte der Blumenfreund rechnen – mit Trans­port und Pflege.

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