Garten­pflege Meldung

Mieter müssen nicht zur Heckenschere greifen, wenn sie die Garten­pflege über­nehmen.

„Garten­pflege über­nimmt der Mieter“- so eine Klausel im Miet­vertrag verpflichtet den Mieter nur zu einfachen Arbeiten wie Rasenmähen, Unkrautjäten oder Entfernen von Laub. Um das Schneiden von Bäumen und Sträuchern muss sich der Vermieter selbst kümmern, entschied das Amts­gericht Würzburg (Az. 13 C 779/17).

Im Miet­vertrag war nicht fest­gelegt, welche Arbeiten die Garten­pflege umfassen sollte. Nachdem der Vermieter den Mieter vergeblich aufgefordert hatte, Bäume, Sträucher und Hecken zu schneiden, beauftragte er damit eine Gartenbaufirma. Die Kosten von 1 300 Euro verlangte er vom Mieter zurück.

Zu Unrecht, urteilte das Gericht. Solange der Garten nicht zu verwahr­losen drohe, könne der Vermieter keine Vorschriften machen, wie der Mieter den Garten zu pflegen habe.

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