Gartenpflege Meldung

Ein Mieter, der sich zur Gar­tenpflege verpflichtet hat, darf selbst entscheiden, wie oft er den Rasen mäht. Nur verwahrlosen darf der Garten nicht.

Vermieter können nicht die Gartenpflege vorschreiben. Steht die Klausel „Der Mieter verpflichtet sich, den Garten zu pflegen“ im Vertrag, muss der Mieter nur einfache Arbeiten erledigen, die keine Fachkenntnisse und keinen hohen Zeit- oder Kostenaufwand erfordern. Das sind vor allem Rasenmähen, Unkrautjäten und Laubharken, entschied das Oberlandesgericht Düsseldorf. Weitergehende Arbeiten gehören zur Instandhaltungspflicht des Vermieters: Düngen, Gehölze beschneiden, Rasenkanten abstechen, Rasen vertikutieren, nachsäen und mit Kompost abstreuen, Teiche von Schlamm, Algen und Pflanzen säubern, Teichrand freilegen, Säubern der Terrasse von Moos mit Hochdruckreiniger. Der Vermieter kann auch nicht erwarten, dass der Garten im Top-Zustand bleibt. So lange keine Verwahrlosung droht, darf der Mieter entscheiden, wann und wo er Unkraut jätet oder wie oft er Rasen mäht (Az. 10 U 70/04).

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