Garnelen im Test

Garnelen aus Wild­fang: Das MSC-Siegel

Garnelen im Test - Die besten schme­cken nach Meer
Auf drei Eismeergarnelen im Test. Das Siegel steht auf Verpackungen mit Fisch und Meeresfrüchten aus Wild­fang. © MSC

Drei Produkte mit Garnelen aus Wild­fang im Test tragen das blaue MSC-Siegel mit dem weißen Fisch. Wofür es steht.

Garnelen im Test Alle Testergebnisse für Tiefgefrorene Garnelen

Inhalt

Für die drei Produkte im Test, die sein Siegel tragen, verspricht der Marine Stewardship Council (MSC): Diese Garnelen stammen aus nach­haltiger, zertifizierter Fischerei.

Neue Stan­dards einge­führt. Aktuell haben wir die Aussagekraft des MSC-Siegels für die Garnelen nicht bewertet, aber vor vier Jahren für Wildlachs. Damals lautete unser Fazit: Gut, dass es das Siegel gibt – doch sein Ansatz konnte uns nicht rundum über­zeugen. Wir fragten aktuell den MSC, ob und wie sich der Stan­dard weiter­entwickelt habe. Nach eigenen Angaben hat der MSC seit unserem Check seinen Rück­verfolg­barkeits-Stan­dard über­arbeitet sowie Anforderungen einge­führt, um Zwangs- und Kinder­arbeit zu verhindern. Bald soll ein neuer Umwelts­tandard kommen, unter anderem mit neuen Arten­schutz-Anforderungen.

Fang­gebiet und -methode wichtig. Alle Garnelen im Test mit MSC-Siegel stammen aus dem Nord­west­atlantik: Im nördlichen Teil gilt der Bestand laut Ratgeber der Umwelt­schutz­organisation WWF als gesund, vor Neufund­land und Labrador aber als über­fischt. Und die Garnelen wurden laut Deklaration mit Schlepp­netzen gefischt. Dabei können laut WWF bodenlebende Arten geschädigt werden und geschützte Fische als Beifang ins Netz gehen.

Ein Knack­punkt ist Beifang. 2018 hatten wir kritisiert, dass die MSC-Anforderungen eine zeitweilige Über­fischung nicht ausschließen können. Wir vermissten im damaligen MSC-Check zum Beispiel Vorgaben zum Tier­wohl beim Fisch­fang. Auch Umwelt­organisationen kritisieren immer wieder, dass zertifizierte Fischereien mehr tun müssten, etwa um Beifang zu reduzieren. Welche Wirkung die aktuellen Änderungen des MSC tatsäch­lich haben, bleibt abzu­warten.

Garnelen im Test Alle Testergebnisse für Tiefgefrorene Garnelen

Mehr zum Thema

  • Fisch­ratgeber Wert­volle Tipps für den Fisch­kauf

    - Fisch ist gesund, aber Über­fischung und Klimawandel bedrohen die Bestände. Welche Arten können Fisch­fans guten Gewissens essen? Worauf sollten sie beim Einkauf achten?

  • Hähn­chenschenkel im Test Von aromatisch bis verdorben

    - Wie steht es um die Qualität von frischen Hähn­chenschenkeln? Wie werden die Hühner gehalten? Das hat die Stiftung Warentest für 17 Hähn­chenschenkel-Produkte untersucht.

  • Tier­wohl-Label Was hinter Siegeln für Tier­wohl steht

    - Es gibt Label von Handel, Fleisch­wirt­schaft und Branchen­initiativen. Wir sagen, wofür sie stehen. Die neue Regierung plant eine verbindliche Tierhaltungs­kenn­zeichnung.

4 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

testmail am 23.12.2016 um 12:20 Uhr
antibiotika

waren öfters in vietnam, seitdem habe ich keine garnelen mehr gegessen.
die schütten dort säckeweise antibiotika in ihre zuchten, damit die garnelen in den kleinen küstentümpeln überhaupt überleben (sie trennen ein stück vom meer ab, d.h. kleine dämme und züchten dort). ich nehme an, dass das alle machen, ist am billigsten wegen ebbe und flutbewässerung.

Nikolaus2011 am 21.12.2016 um 22:01 Uhr
Qualität ganz oben - Preis ganz unten, sagen ALDI

Beide Aldi Gruppen sind bei 'Unser Rat' nicht mal erwähnt bei beiden Garnelengruppen. Das ist ja keine Seltenheit mehr. Das Vertrauen der Verbraucher in die Marke Aldi lässt nach. Warum wird da nicht gegengesteuert? Preise stimmen ja immer noch. Um Qualität anzubieten werden scheinbar immer mehr Marken verkauft.

Profilbild Stiftung_Warentest am 21.12.2016 um 13:53 Uhr
Verfügbarkeit der getesteten Produkte

@Ex-Kd: Die Verfügbarkeit der getesteten Produkt hängt natürlich vom Warenangebot ab und von der Nachfrage.
Die Mindesthaltbarkeitsdaten der Produkte im Test reichen von April 2017 bis Mai 2018 – sie können also durchaus über längeren Zeitraum im Handel erhältlich sein. Vor unserer Testveröffentlichung haben wir die Anbieter befragt, ob sie ihre Produkte, die im Test bewertet wurden, verändert haben. Gewichtige Änderungen gab es demnach nicht. (spl)

Ex-Kd am 21.12.2016 um 10:47 Uhr
Verfügbarkeit

Sehr geehrte Stiftung Warentest,
da die Testergebnisse wahrscheinlich nur für die getesten Margen gelten, wie viele der getesteten Margen denken Sie, sind aktuell noch im Handel zu bekommen?