Test­kommentare

Rohe Garnelen: Unbe­dingt durch­erhitzen

Garnelen im Test Test

Alnatura gewinnt. Rohe Warm­wasser­garnelen sehen hell­grau bis -rosa und innen glasig aus. Nach dem Auftauen sollten sie neutral riechen. Braten, Grillen und Kochen machen das Fleisch biss­fest, färben es orange. Wichtig: Die Garnelen stets einige Minuten durch­erhitzen, da sie kritische Keime enthalten könnten. Bei den geprüften Produkten war das nicht der Fall. Am besten sind die Bio-Garnelen von Alnatura, mangelhaft die Black-Tiger-Garnelen von Three Coconut Tree aus dem Asia­laden – wegen zu hoher Belastung mit dem Schad­stoff Perchlorat.

Weit gereist. Die Garnelen stammen aus Aquakultur und Wild­fang in Äquatornähe. Die meisten gehören zur Art Litopenaeus vannamei. Ihre Größe variiert stark, sie werden meist als King Prawn oder Riesen­garnele vermarktet.

Große, gekochte: Kalt und warm genießen

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Testsieger Eismann. Die Garnelen dieser Produkt­gruppe wurden schon im Verarbeitungs­betrieb gekocht. Sie sind hell­rosa bis orange. Kochen verhindert wie Schock­gefrieren, dass sich das eiweiß­reiche Fleisch zersetzt. Die Riesen­garnelen von Eismann schneiden nicht nur in dieser Gruppe, sondern im Test insgesamt am besten ab. Auch die Garnelen von Ristic sind gut. Bei den Garnelen von Deutsche See, Costa und Bofrost wiesen die Tester erhöhte Chlorat-Gehalte nach. Ein akutes Gesund­heits­risiko geht von ihnen aber nicht aus.

Keimbefunde unauffäl­lig. Die mikrobiologische Qualität der vorgekochten Garnelen ist sehr gut und gut. Biopolar, Bofrost und Costa erklären ausdrück­lich, dass die Garnelen auch kalt verzehrt werden können. Eismann und Deutsche See empfehlen, sie vor dem Essen zu erhitzen. Ristic macht dazu keine Angaben.

Kleine, gekochte: Praktisch für die kalte Küche

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Costa und Lidl vorn. Diese gut einen Zenti­meter kleinen Garnelen leben auf dem Meeresboden. Vertreter der Art Pandalus borealis halten sich in bis zu 800 Meter tiefen, kalten Zonen auf, Garnelen der Art Xiphopenaeus kroyeri meist im seichten Küsten­wasser. Die Kleinen werden oft mit Schlepp­netzen gefangen und als Tief­seeshrimps, Grön­land- oder Eismeergarnelen vermarktet. Die im Test sind vorgekocht, außen hell­rosa, innen weiß. Gut schneiden Costa und Lidl ab, Ikea befriedigend. Der Darm lässt sich bei so kleinen Tieren kaum entfernen und ist nicht zu schme­cken. Laut Anbieter können sie ohne Erhitzen in Salate gegeben werden, auf Brote oder in Shrimp-Cock­tails.

Nach Meer­wasser. Die Kleinen aus dem Meer schme­cken im Test etwa nach Meer­wasser oder auch nach Seetang.

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