Autobesitzer, die ihren Wagen günstig im EU-Ausland gekauft haben, können bei Garantiefällen in heimischen Werkstätten Probleme bekommen. Rechtlich haben sie gegen die Vertragswerkstatt nichts in der Hand, wenn diese keine kostenlosen Garantiereparaturen durchführen will.

Die Kunden müssen dann den Hersteller des Wagens auffordern, die störrische Werkstatt auf Trab zu bringen. Das hat das Oberlandesgericht Stuttgart im Fall eines Ford-Kunden entschieden, der mit seinem Ford Focus beim heimatlichen Händler abgeblitzt war, als er um eine Garantiereparatur bat (Az. 3 U 93/07). Solche Streitigkeiten sind allerdings selten, berichtet der ADAC.

Tipp: Treffen Sie auf eine störrische Werkstatt, informieren Sie gleich den Hersteller. Die Kontaktdaten finden Sie im Servicebuch Ihres Wagens. Wenn Sie den Mangel sofort in einer markenfremden Werkstatt reparieren lassen, bleiben Sie möglicherweise auf den Kosten sitzen. Hilfe bietet der ADAC.

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