Garan­tiedepot: Sicher und gut

Garan­tiefonds Test

Anleger legen die Lauf­zeit fest, wählen das beste Fest­geld und kaufen einen Aktienfonds. Fertig ist das Finanztest-Garan­tiedepot.

Das Finanztest-Garan­tiedepot schlägt sich gut. Im Rennen über den Zeitraum seit Dezember 2007 bis heute hat nur die 90-10-Mischung aus Renten- und Aktienfonds noch mehr einge­bracht. In diesem Zeitraum liegt das Garan­tiedepot vor dem Indexfonds auf den MSCI World und dem Garan­tiefonds (siehe Grafik).

Anleger, die sich ein Garan­tiedepot bauen wollen, über­legen zuerst, wie lange sie anlegen wollen. Für diese Lauf­zeit wählen sie das beste fest­verzins­liche Anla­gepro­dukt und kaufen einen Aktien­indexfonds dazu. Die Zinsen sorgen dafür, dass sie am Ende mindestens ihren Einsatz wiederbe­kommen. Große Sprünge sind mit den heutigen Minizinsen aber nicht möglich.

Beispiel: Für fünf Jahre Fest­geld zahlt die NIBC Direct 2,45 Prozent jähr­lich. Bei diesem Zins können Sparer 17 Prozent des Geldes in einem Aktien­indexfonds anlegen, 83 Prozent stecken sie in das Fest­geld.

Ein Total­ausfall am Welt­aktienmarkt ist unwahr­scheinlich. Wir haben deshalb mit einem maximal möglichen Verlust von 60 Prozent gerechnet. Das liegt leicht über dem schlimmsten Einbruch, den der Welt­aktienmarkt in den vergangenen 41 Jahren erlebt hat. Wären die Einbrüche noch stärker, sind auch Verluste im Garan­tiedepot möglich.

Als Aktienfonds empfehlens­wert sind Indexfonds auf den Welt­aktienmarkt: Etwa der db x-trackers MSCI World Ucits ETF. Mehr getestete Indexfonds stehen in der Fonds­daten­bank (www.test.de/fonds).

Fest­geld für kurze Anlage­perioden

Sparer, die ihr Geld nur ein Jahr anlegen wollen, bleiben besser beim Fest­geld. Selbst wenn sie keine Abgeltung­steuer zahlen müssen, weil sie den Sparerpausch­betrag noch nicht ausgeschöpft haben, könnten sie bei den Magerzinsen maximal 2,8 Prozent ihrer Spar­einlagen in Aktien stecken.

Wer sein Geld länger als fünf Jahre anlegen möchte, nimmt die bequeme 90-10-Mischung: 90 Prozent in den Indexfonds auf Staats­anleihen im Euroraum, den db x-trackers iBoxx € Sover­eigns Eurozone Ucits ETF und 10 Prozent in den db x-trackers MSCI World Ucits ETF. Aber Vorsicht, eine Wert­garantie gibt es dafür nicht.

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