Garantiefonds Meldung

Anleger können sich ein Garantiedepot mit Aktienfonds und verzinslichen Papieren selbst bauen.

Anleger wollen Sicherheit. Kein Wunder, dass zurzeit viel Geld in Garantiefonds fließt. Finanztest findet sie wenig überzeugend.

Garantiefonds gibt es mit begrenzter und mit unbegrenzter Laufzeit. Ist die Laufzeit begrenzt, gilt die Garantie zum Laufzeitende. Der UniGarant Global Titans 50 läuft bis 2008 und garantiert dem Anleger die Rückzahlung seiner Einzahlung. Einsteigen kann man nicht mehr, die Zeichnungsfrist ist abgeschlossen. Die Union plant allerdings für 2003 weitere Garantiefonds nach diesem Muster.

Flexibler ist der Ein- und Ausstieg beim dit-Euro Protekt Dynamik (WKN 779 594). Der dit-Fonds sichert zwischenzeitlich erworbene Gewinne ab. Eine neue Sicherungsstufe ergibt sich immer dann, wenn der zuletzt garantierte Rücknahmepreis um 5 Prozent gestiegen ist. Jede neue Sicherungsstufe gilt drei Jahre. Den dit-Euro Protekt Dynamik gibt es vom 2. Dezember an. Er läuft unbegrenzt.

Der DWS Funds Flex Protect (WKN 662 245) ist ein Zwitter. Er läuft bis Oktober 2007. Zum Laufzeitende ist der Kapitalerhalt garantiert. Zusätzlich ist ein Sicherheitsnetz eingebaut. Es liegt jeweils bei 75 Prozent des höchsten je erreichten Anteilwerts.

Den Fonds gemeinsam ist, dass die Anleger nicht uneingeschränkt von möglichen Gewinnen am Aktienmarkt profitieren können, weil ein Teil des angelegten Geldes in die Absicherung fließt.

Garantiefonds eignen sich, wenn überhaupt, in Börsenboomphasen, in denen ein Absturz wahrscheinlicher erscheint als ein weiterer Höhenflug. Wenn die Börse ohnehin eine Baisse durchlebt, ist es für eine Absicherung im Grunde zu spät.

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