Garantiedepots mit Aktienfonds Meldung

So viel ist sicher: Festverzinsliche Wertpapiere bringen eine je nach Laufzeit und Typ unterschiedliche hohe und garantierte Verzinsung. Die Sätze allerdings sind ziemlich bescheiden. Bei Aktien oder Aktienfonds sind sehr viel höhere Renditen drin, aber eben auch Verluste möglich. Die optimale Lösung für die meisten Anleger: ein individuell konzipiertes Garantiedepot. Zinspapiere und Aktienanlage lassen sich exakt so kombinieren, dass ein Verlust ausgeschlossen und bei günstiger Entwicklung der Börsenkurse eine anständiger Gewinn drin ist. Finanztest erklärt, wie Sie Ihr persönliches Garantiedepot planen.

Fundament mit Festzins

Für die Sicherheit sorgen festverzinsliche Wertpapiere. Gut geeignet sind Anleihen und ähnliche Angebote. Grundsätzlich kommt auch eine Festzinsanlage bei einer Bank infrage. Voraussetzung ist nur, dass die Verzinsung über die gesamte fürs Garantiedepot geplante Laufzeit garantiert ist. Welche Geldanlage im Einzelfall richtig ist, hängt von der geplanten Laufzeit, dem Anlagebetrag und den jeweils aktuellen Zinssätzen ab.

Riecher für Rendite

Für die Chance auf mehr sorgen Aktien oder Aktienfonds. Die größten Gewinne sind mit Einzelaktien möglich. Allerdings ist damit auch das Verlustrisiko am höchsten. Für die meisten Anleger ist der Kauf von Fondsanteilen die beste Art, in Aktien zu investieren. Auch da ist je nach Geschmack und Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung eine riesige Bandbreite möglich. Per Fonds lässt sich auf eine günstige wirtschaftliche Entwicklung in einzelnen Ländern, ganzen Branchen oder Kontinenten spekulieren.

Rechnen mit Risiko

Für die Planung des Garantiedepots ist entscheidend, das Verlustrisiko der Aktienanlage richtig einzuschätzen. Wer auf Einzelaktien junger Unternehmen setzt, kommt kaum daran vorbei, mit Totalverlust zu rechnen. Sogar mit Anteilen an einem so großen und renommierten Unternehmen wie der Allianz AG waren innerhalb von nur gut drei Jahren Verluste von bis zu 89 Prozent möglich. Doch auch bei gut gemanagten Fonds kann viel Geld verloren gehen. Beispiele: Wer mit M&G Japan A auf Unternehmen in Fernost setzte, verlor beim Ein- und Ausstieg zum ungünstigsten Zeitpunkt 74 Prozent seines Geldes. Etwas sicherer war das Geld etwa beim weltweit operierenden Templeton Growth-Fonds. Maximaler Verlust hier: 35 Prozent.

Extra-Chance durch regelmäßige Kontrolle

Wenn alle Entscheidungen zu den Eckdaten des persönlichen Garantiedepots gefallen sind, lässt sich die richtige Gewichtung der Geldanlagen im Finanztest-Kompass ablesen. Wer die Regeln beachtet, verzeichnet im schlimmsten Fall zwischendurch noch einen geringfügigen Verlust. Am Ende der Laufzeit ist zumindest so viel Geld da, wie angelegt wurde. Garantiert. Bei besonders rasant steigenden Kursen der Aktienanlage im Depot bietet es sich an, die Aktien oder Fondsanteile schon vor Ablauf der geplanten Anlagedauer zu verkaufen, um bis dahin aufgelaufene Gewinne in Sicherheit zu bringen. Auch Inhaber von sicheren Garantiedepots sollten deshalb in regelmäßigen Abständen überprüfen, was aus ihrem Geld geworden ist.

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