Garan­tiedepot

Garan­tiedepot für Sparhasen und Sparfüchse

Inhalt

Die Grafik zeigt Musterdepots für zwei Anleger­typen mit dem jeweils besten Zins­produkt (siehe Grafik) und einem Aktienfonds auf den Index MSCI Welt (test.de/fonds), im Vergleich zu der reinen Fest­zins­anlage (alle Werte nach Steuer).

Der Sparhase geht von einem Total­verlust der Aktien aus. Die 100-Prozent-Linie markiert die Garantie, die dann bleibt. Tatsäch­lich ist der Garan­tief­all nie einge­treten. Die gelben Balken zeigen die schlechtesten Ergeb­nisse, die es für die jeweilige Lauf­zeit seit 1970 gab. Die grünen Balken stellen dar, welche Renditen mit diesem Garan­tiedepot in der Vergangenheit maximal möglich waren.

Der Sparfuchs rechnet für die Garantie mit 60 Prozent Verlust, knapp mehr als es auf dem Welt­aktienmarkt seit 1970 gab. Träte dieser Fall ein, fiele das Depot auf die 100-Prozent-Linie. Seit 1970 war das Depot nie schlechter, als die gelben Balken zeigen. Im besten Fall sind in diesem Depot aus 10 000 Euro nach fünf Jahren rund 15 000 Euro geworden. Falls die Aktien entgegen der Erfahrung der Vergangenheit doch völlig wert­los werden sollten, hält die Garantie nicht mehr. Die roten Balken stellen dar, wie hoch der Verlust dann wäre.

Median: Die blauen Balken geben für beide Depots die Fifty-fifty-Chance an: In der Hälfte der Fälle war das Depot besser, in der anderen schlechter.

Garan­tiedepot - Ein Depot mit Garantie und Chancen
© Stiftung Warentest

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OK-Consult am 01.09.2012 um 17:02 Uhr
Steuerliche Ungenauigkeit

Der Artikel sagt aus, man müsse hinsichtlich der Garantiewerte auf die Nachsteuerverzinsung abstellen - dem ist nur dann so, wenn Einzelaktien gekauft werden, was bei dem Betrag ohnehin nicht gebühreneffizient möglich sein dürfte. Nimmt man einen Fonds oder ETF, wäre der Verlust der Aktienkomponente mit dem Gewinn der Zinskomponente verrechenbar und die einbehaltene Abgeltungssetuer würde beim Verkauf im Verlust erstattet.
Bei der genannten Höhe der Anlagebeträge hielte ich aber einen langjährig guten Mischfonds wie den Carmignac Patrimoine für die deutlich bessere Alternative, solange man ihn ohne Agio kaufen kann.
Bei den aktuell niedrigen Zinsen ist die explizite Garantie m.E. einfach zu teuer.

Takki am 30.08.2012 um 22:59 Uhr
@Zoltan_Jana

Übrigens würde ich auch gern den Artikel lesen, bei dem vor der Kaupthing gewarnt wurde und die Zinsrangliste, in der die Kaupthing nicht aufgeführt war. Zins ist ein Gradmesser für das Risiko - je höher der Zins, desto höher das Risiko. Ansonsten würde da die Allianz sofort ein paar hundert Milliönchen parken. Aber der geneigte Geldanleger bringt sein 1.700 Euros schon wieder zu diesen Banken - Gier frisst Hirn.

Takki am 30.08.2012 um 22:55 Uhr
Fortsetzung

... und nicht Griechenland, die ein Jahrzehnt lang alle EURO-Staaten mit bewusst gefälschten Statistiken belogen haben. DENKEN IST ERLAUBT. Wenn man es kann.

Takki am 30.08.2012 um 22:53 Uhr
@Zoltan_Jana

"Das(s) Sie zwischen der Sicherheit einer Unternehmensanleihe und einem Festgeld keinen Unterschied machen, wundert mich da nicht mehr..."
Nicht beleidigen, wenn man selbst nicht lesen kann. Da steht "Festzinsanlage" und "Festzinprodukt", das "Festgeld" wird später nur als "Beispiel" genutzt. Und das "Beratungsprotokoll" kann gleich zu den AGB geheftet werden, die Sie natürlich auch immer erste studieren, bevor Sie bei Woolworth einkaufen. Glückwunsch. Nochmals: Gehen Sie zu dem Berater Ihres Vertrauens, egal, ob Beratungsprotokoll oder nicht. Was nützt eine schlechte Beratung mit einem schönen Protokoll? Ist ein Tipp von jemandem, der das jahrelang gemacht hat. Ich frage mich übrigens, wer das Wort Emittentenrisiko bei einer Anlageberatung vor Lehman bei einer Bankanleihe oder einem Bankzertifikat gehört hat. Das sind sicher die gleichen, die jetzt den Medien glauben, der Spekulant (den ich noch nie gesehen habe, was praktisch ist, dann so kann er sich nicht verteidigen) wäre schuld,

Gelöschter Nutzer am 30.08.2012 um 13:32 Uhr
@StiWa

Ja, in dem genannten Artikel tun sie es durchaus. Und das ist richtig und wichtig. Nur liest sich dann ihre Einschätzung in anderen Artikeln komplett gegensätzlich, wenn sie z. B. von "absolut sicher" sprechen, was nachweislich falsch ist.