Garan­tiedepot

Garan­tiedepot: Für alle Fälle

Garan­tiedepot - Ein Depot mit Garantie und Chancen
© Thinkstock

Verschiedene Anleger, verschiedene Zins­sätze. Eine Garantie ist so gut wie immer möglich, selbst für bestehende Depots.

Inhalt

Eine Vier vor dem Komma für Fest­geld auf fünf Jahre – das bietet zurzeit die Santander Bank. Die Top-Zins­schnäpp­chen für andere Lauf­zeiten stammen über­wiegend von Online­banken – dort will aber nicht jeder hin. Mitunter sind die Top-Angebote auch an bestimmte Mindest­summen gebunden. Die meisten Anleger haben auch schon andere Geld­anlagen, die sie nach Lektüre unserer Unter­suchung gerne in ein Garan­tiedepot einbringen würden. Wir helfen allen weiter.

Gleich, wie viel Zinsen ein Anleger für sein Geld bekommt, in der Tabelle kann er ablesen, welcher Aktien­anteil dazu passt. Ein Beispiel: Zahlt die Bank 1,5 Prozent für drei Jahre, kann der Anleger entweder 3 oder 5 Prozent Aktien dazu­kaufen – je nachdem, von welchem Verlust er ausgeht. Rechnet er vorsichts­halber mit einem Total­verlust, liegt der Aktien­anteil bei 3 Prozent.

Unsere Garan­tiedepot­tabelle ist eine Nach­steuer­tabelle. Wir gehen davon aus, dass das Finanz­amt von den Zinsen und Dividenden von Anfang an Abgeltung­steuer abzieht. Steuerfrei­beträge haben wir nicht berück­sichtigt.

Anleger, die ihre Sparerpausch­beträge (801 Euro für Singles, 1 602 Euro für Paare) noch nicht ausgeschöpft haben, könnten ein wenig mehr in Aktien anlegen. Tun sie das nicht und teilen ihr Geld auf wie angegeben, dient der Steuerfrei­betrag als zusätzlicher Sicher­heits­puffer: Weil der Zins­anteil ein wenig höher ist, als er sein müsste, bliebe selbst im Garan­tief­all mehr übrig als das einge­zahlte Geld.

Anleger, die noch gar kein Geld angelegt haben, kommen mit unserem Garan­tiemodell am leichtesten zurecht. Sie über­legen sich, ob sie lieber vorsichtig oder pragmatisch zu Werke gehen – und lesen in der Tabelle die zum Zins­produkt passende Aktienquote ab.

Das Do-it-yourself-Depot

Garan­tiedepot - Ein Depot mit Garantie und Chancen
© Stiftung Warentest

Ein wenig mehr rechnen müssen Anleger, die schon verschiedene Geld­anlagen besitzen. Wenn sie gerade ohnehin Geld zum Anlegen übrig haben, können sie die passenden Produkte dazu­kaufen. Auch wer bestehende Produkte verkaufen kann, hat es noch vergleichs­weise leicht, aus seinem Depot ein Garan­tiedepot zu basteln. Täglich veräußer­bar sind etwa Fonds.

Ist das Geld aber fest gebunden, fällt der Aufwand größer aus. Eine Idee wäre, die Anlagen entsprechend der unterschiedlichen Lauf­zeiten aufzuteilen und mehrere Garan­tiedepots zu bauen, beispiels­weise eines mit drei, eines mit sieben und eines mit zehn Jahren Lauf­zeit.

Die Garan­tiedepots sind dabei lediglich eine gedank­liche Hilfe. Es ist nicht notwendig, sich für jedes seiner Garan­tiemodelle jeweils ein eigenes Depot einzurichten. Den Aktien­teil kann man auch mit einem einzigen Fonds bestü­cken.

Mehrere Garan­tiedepots mit unterschiedlichen Lauf­zeiten empfehlen sich auch, wenn man sein angelegtes Geld später nicht auf einmal, sondern zu verschiedenen Zeit­punkten wieder abziehen will.

Bestehende Anlagen müssen außerdem nicht taggenau angepasst werden.

Anleger dürfen Lauf­zeit über­ziehen

In unseren Modellen haben die Depots eine feste Lauf­zeit und werden dann aufgelöst. Das kann jeder jedoch hand­haben, wie es ihm gefällt. Braucht ein Anleger sein Geld nicht, kann er die Fonds weiterlaufen lassen – mit oder ohne Garantie.

Unsere Analyse der vergangenen 40 Jahre zeigt: Je länger die Anlagedauer, desto weniger notwendig war eine Garantie. Nach 13 Jahren lagen die Aktienmärkte meist von ganz alleine im Plus oder wenigs­tens auf Null, mit Ausnahme von Japan.

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OK-Consult am 01.09.2012 um 17:02 Uhr
Steuerliche Ungenauigkeit

Der Artikel sagt aus, man müsse hinsichtlich der Garantiewerte auf die Nachsteuerverzinsung abstellen - dem ist nur dann so, wenn Einzelaktien gekauft werden, was bei dem Betrag ohnehin nicht gebühreneffizient möglich sein dürfte. Nimmt man einen Fonds oder ETF, wäre der Verlust der Aktienkomponente mit dem Gewinn der Zinskomponente verrechenbar und die einbehaltene Abgeltungssetuer würde beim Verkauf im Verlust erstattet.
Bei der genannten Höhe der Anlagebeträge hielte ich aber einen langjährig guten Mischfonds wie den Carmignac Patrimoine für die deutlich bessere Alternative, solange man ihn ohne Agio kaufen kann.
Bei den aktuell niedrigen Zinsen ist die explizite Garantie m.E. einfach zu teuer.

Takki am 30.08.2012 um 22:59 Uhr
@Zoltan_Jana

Übrigens würde ich auch gern den Artikel lesen, bei dem vor der Kaupthing gewarnt wurde und die Zinsrangliste, in der die Kaupthing nicht aufgeführt war. Zins ist ein Gradmesser für das Risiko - je höher der Zins, desto höher das Risiko. Ansonsten würde da die Allianz sofort ein paar hundert Milliönchen parken. Aber der geneigte Geldanleger bringt sein 1.700 Euros schon wieder zu diesen Banken - Gier frisst Hirn.

Takki am 30.08.2012 um 22:55 Uhr
Fortsetzung

... und nicht Griechenland, die ein Jahrzehnt lang alle EURO-Staaten mit bewusst gefälschten Statistiken belogen haben. DENKEN IST ERLAUBT. Wenn man es kann.

Takki am 30.08.2012 um 22:53 Uhr
@Zoltan_Jana

"Das(s) Sie zwischen der Sicherheit einer Unternehmensanleihe und einem Festgeld keinen Unterschied machen, wundert mich da nicht mehr..."
Nicht beleidigen, wenn man selbst nicht lesen kann. Da steht "Festzinsanlage" und "Festzinprodukt", das "Festgeld" wird später nur als "Beispiel" genutzt. Und das "Beratungsprotokoll" kann gleich zu den AGB geheftet werden, die Sie natürlich auch immer erste studieren, bevor Sie bei Woolworth einkaufen. Glückwunsch. Nochmals: Gehen Sie zu dem Berater Ihres Vertrauens, egal, ob Beratungsprotokoll oder nicht. Was nützt eine schlechte Beratung mit einem schönen Protokoll? Ist ein Tipp von jemandem, der das jahrelang gemacht hat. Ich frage mich übrigens, wer das Wort Emittentenrisiko bei einer Anlageberatung vor Lehman bei einer Bankanleihe oder einem Bankzertifikat gehört hat. Das sind sicher die gleichen, die jetzt den Medien glauben, der Spekulant (den ich noch nie gesehen habe, was praktisch ist, dann so kann er sich nicht verteidigen) wäre schuld,

Gelöschter Nutzer am 30.08.2012 um 13:32 Uhr
@StiWa

Ja, in dem genannten Artikel tun sie es durchaus. Und das ist richtig und wichtig. Nur liest sich dann ihre Einschätzung in anderen Artikeln komplett gegensätzlich, wenn sie z. B. von "absolut sicher" sprechen, was nachweislich falsch ist.