GPS-Pocket-PC von Aldi Meldung

Orientierungslauf zu Aldi Nord: Der Discounter bietet für 379 Euro einen mobilen Pocket-PC mit Navigationssystem an. Das hat er im November letzten Jahres schon einmal getan. Auch diesmal haben alle Kunden etwas vom aktuellen Angebot: Das Gerät weist nicht nur Autofahrern, sondern auch Fußgängern, Fahrrad- und Motorradfahrern den richtigen Weg. 5 Millionen Straßenkilometer und 750 000 interessante Ziele wie Hotels, Tankstellen oder Restaurants sollen in dem Mini-Computer stecken. Wer schon weiß, wo er hin will, kann den Pocket-PC auch zum mailen, schreiben oder surfen nutzen. Der Schnelltest schaut, wo es lang geht.

Aldi weist den Weg

Aldi-Kunden verlieren wohl selten auf dem Heimweg vom Einkauf die Orientierung. Sollte es dennoch passieren, können sie das Navigationsgerät ihres gerade erworbenen, mobilen Pocket-PCs schnell einsetzen. Egal, ob sie mit Auto, Fahrrad, Motorrad oder zu Fuß nach Hause wollen. Beispiel Auto: Pocket-PC auspacken, Schwanenhalshalterung an die Windschutzscheibe festsaugen, das Ganze verkabeln und den 12-V-Stecker in die Zigarettenbuchse stecken. Mehr als zehn Minuten dauert das in der Regel nicht. Wer das Fahrrad oder Motorrad vor Aldi geparkt hat, kann auch gleich problemlos mit der Montage beginnen.

Guter Empfang: überall, jederzeit

Der Pocket-PC ist nach der Installation von der Speicherkarte ziemlich schnell betriebsbereit. Die Erstinitialisierung des Navigationssystems dauert nur drei Minuten. Jede weitere Initialisierung braucht dann nur noch zwanzig Sekunden. Aldi-Kunden bedienen das Gerät mit einem speziellen Stift, auf den der Touchscreen des Displays reagiert. Falls der Stift mal nicht zur Hand ist, lassen sich die Menüpunkte auch mit dem Finger aktivieren. Vom Aldi-Parkplatz aus kann es nun durch ganz Deutschland gehen: durch Tunnel, unter Brücken oder durch den Wald. Das Medion-Gerät meistert solche für den Satellitenempfang ungünstigen Gebiete ohne Probleme.

Maximal sechs Meter Abweichung

Der GPS-Empfänger ist nicht nur überall und jederzeit einsatzfähig, sondern auch genau. Mehr als sechs Meter weicht das Gerät vom Zielort nicht ab. Die Genauigkeit wird dadurch erreicht, dass das Gerät die Signale von möglichst vielen GPS-Satelliten empfängt. Im Schnelltest waren es immer mindestens fünf. Das ist ein guter Durchschnitt, den die meisten Geräte aus dem GPS-Empfänger-Test 6/2003 auch nicht toppen konnten. Mit dieser Genauigkeit spielt bestens das sehr detaillierte und präzise Kartenmaterial für Deutschland zusammen. Darin sind nicht nur Straßen eingezeichnet, sondern auch Flüsse, Wälder und Erhebungen. Dazu kommen Symbole und Texte etwa für Apotheken, Tankstellen, Hotels und Firmen. Die nerven manchmal, weil sie sich bei Geschäftsstraßen häufen und die Karte unübersichtlich machen. Außerdem sind die Angaben zu den Einrichtungen teilweise veraltet. Dafür scheinen Straßennamen in Großstädten recht vollständig vertreten zu sein.

Präzise Frauenstimme aus dem Off

Angenehm: Eine gut zu verstehende und natürlich klingende Frauenstimme weist den Weg. Sie tut das bei Richtungswechseln sogar zwei- bis drei Mal: zum Beispiel „demnächst rechts abbiegen“, „in 200 Meter rechts abbiegen“ oder „jetzt rechts abbiegen“. Die Frau aus dem Off ist immer sehr präzise, eindeutig und rechtzeitig. Verlässt der Autofahrer die angesagte Strecke, weil eine Umleitung oder irgendetwas anderes ihn dazu zwingt, schlägt die nette Stimme innerhalb weniger Sekunden eine neue Route vor. Wählen Eilige die Option „schnelle Route“, sollten sie sich beim Medion-Gerät darauf gefasst machen, dass die Strecke etwa über die Stadtautobahn geht, was manchmal doppelt so lange wird wie die „kurze Route“.

Knappe Bedienungsanleitung

Wie so häufig bei Aktionsware ist die gedruckte Bedienungsanleitung sehr knapp gehalten und nur bedingt brauchbar. Dafür hilft im Navigations-Mode eine menügesteuerte Hilfefunktion. Die ist sehr übersichtlich, umfassend und übernimmt somit weitgehend die Funktion der gedruckten Anleitung. Eine weitere Schwäche ist das Anschalten des Geräts: Es geschieht durch das Drücken der vier Fronttasten. Beim Tragen in der Tasche können diese leicht ausgelöst werden. Das Gerät verbraucht dann unnötig Strom. Ansonsten ist die Bedienung aber gut: Die Menüs sind übersichtlich, die Schaltfelder klar erkennbar, das farbige Display sehr gut ablesbar und die schriftlichen Navigationshinweise werden in großer Schrift angezeigt.

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