Weil sie ihre Informationspflichten verletzt hat, muss eine deutsche Beraterin der Schweizer GMF AG einem Anleger umgerechnet 5 000 Euro Schadenersatz plus Zinsen zahlen. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Tostedt hervor (Az. 3 C 168/01, nicht rechtskräftig).

Der Anleger hätte die angebotenen Inhaberobligationen der mit der GMF-AG kooperierenden Landmark Invest Limited BVI nicht gekauft, wenn ihn die Beraterin über die Schließung der GMF AG sowie die Beschlagnahmung des Geldes der Landmark Invest informiert hätte, urteilte das Gericht. Auch glaubte der Richter der Beraterin nicht, dass sie von den Ermittlungen nichts gewusst habe. Dagegen sprach unter anderem, dass die Fachpresse zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits über die Ermittlungen berichtet habe, sagte Rechtsanwalt Hans Busch aus Bad Schwartau.

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