GFC Holding GmbH Schnelltest

Angebot: Unter www.gfc.de verspricht die GFC Holding GmbH, ungültige europäische Währungen wie Gulden, Lire oder Peseten in Euro umzutauschen. Wer Münzen und Scheine einschickt, soll den Euro-Wert abzüglich einer Gebühr von 25,9 Prozent zuzüglich Mehrwertsteuer überwiesen bekommen. Die GFC tauscht nur, was die nationalen Zentralbanken zurücknehmen. Aus Belgien, Frankreich, Griechenland, Luxemburg und Portugal nimmt sie nur Scheine an, keine Münzen. Münzen anderer Währungen akzeptiert sie.

Vorteil: Bei einer Stichprobe von Finanztest hat es geklappt. Geht alles immer so gut, ist das ein bequemer Weg, ungültiges Geld zu tauschen. Die deutschen Landesbanken wechseln nur noch D-Mark in Euro.

Nachteil: Es gibt Sicherheitslücken. Zwar verschickt die GFC nach dem Geldeingang eine ­Bestätigungsmail und verspricht, dass ein Notar die Ein- und Ausgänge jährlich prüft. Doch das sind nur Scheinsicherheiten. Es gibt keine Gewähr, dass die GFC stets den Eingang der Summe bestätigt, die der Kunde ihr geschickt hat.

Da alte Währungen nicht versichert verschickt werden können, rät GFC, sie mit der Angabe „Warenwert 0“ zu versenden. Hier besteht das Risiko, dass Geldsendungen auf dem Postweg verschwinden.

Fazit: Wir raten zur Zurückhaltung, bis die Sicherheitsmängel beseitigt sind. Wer das Verlustrisiko nicht eingehen will, nutzt besser den Service der Reisebank. Sie tauscht zu ähnlichen Konditionen in über 80 Filialen ungültige Euroland-Währungen und zahlt den Geldwert in Euro sofort aus.

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