Diabetischer Fuß: Tägliche Inspektion ist Pflicht

Zuckerkranke müssen besonders sorgfältig auf ihre Füße achten. Durch Diabetes-bedingte Durchblutungsstörung und schlechte Wundheilung kann es schon bei kleinen Rissen oder Druckstellen zu irreparablen Schäden kommen.

Nervenstörungen schalten das Schmerzempfinden aus. Fatale Folge: Rund 25.000 Amputationen gehen auf das Konto mangelnder oder zu oberflächlicher Kontrolle durch Patienten, aber auch Ärzte.

Deshalb:

• Täglich Füße sorgfältig ­- wenn nötig auch mit einem Spiegel ­- inspizieren.

• Druckstellen vermeiden: Die Schuhe müssen weich, bequem und ausreichend weit sein, Strümpfe sollten keine Innennähte haben.

• Hornhauthobel, Schere oder andere spitze Werkzeuge sind bei der Fußpflege für Diabetiker tabu! Ebenso Hühneraugen- oder Hornhautpflaster,
-salben, -tinkturen mit ätzenden Wirkstoffen (wie Salizylsäure), die die Haut verletzen und zu Infektionen führen können.

• Schwielen, Hühneraugen und eingewachsene Nägel sollten ausschließlich vom diabetologisch geschulten medizinischen Fußpfleger behandelt werden.

• Bei Blasen, Rötungen, Geschwüren, Pilzinfektionen sofort zum Arzt gehen.

Das aktuelle Urteil:

Krankenkassen müssen die Kosten für medizinische Fußpflege übernehmen, wenn sie bei Risikopatienten wie Diabetikern Krankheiten unmittelbar verhindert und von einer Fachkraft (Nachweis erforderlich) ausgeführt wird. So urteilte Ende 1999 das Bundessozialgericht (Az: B1 KR 9/97 R).

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