Fußcremes Test

Hornhaut an den Füßen kann stören und gilt vielen als Makel. Wie aber wird man sie wieder los? Hornhautreduzierende Fußcremes versprechen Abhilfe. Ob sie die auch wirk­lich bieten, hat die Stiftung Warentest geprüft. Neun Cremes aus Drogeriemarkt oder Apotheke mussten sich an den Füßen von je 20 Probanden beweisen (Preise 2,84 bis 23,00 Euro pro 100 ml). Ergebnis: Kein Produkt versagt im Test. Drei Cremes führen sogar zu sicht­baren Ergeb­nissen inner­halb weniger Tage.

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TestFußcremestest 05/2018
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Großer Preis­unterschied – gleiche Wirkung

Der Preis­unterschied zwischen den einzelnen Cremes ist mitunter groß – in der Wirkung unterscheiden sich die neun Produkte dagegen kaum. Mit jedem haben sich je 20 Probanden vier Wochen lang zweimal täglich die Füße einge­cremt. Die deutlich bis stark verhornte Haut reduzierten alle Cremes zuver­lässig. Wer Hornhaut loswerden will, kann also getrost zu den preisgüns­tigen Produkten im Test greifen. Spitzenreiter in diesem Punkt ist die Creme einer Eigenmarke aus dem Drogeriemarkt. Sie kostet 2,84 Euro pro 100 Milliliter. Die teuerste von uns geprüfte Creme kostet mit 23 Euro je 100 Milliliter mehr als das Acht­fache.

Das bietet der Test Fußcremes

Test­ergeb­nisse. Die Tabelle der Stiftung Warentest zeigt 9 Cremes im Vergleich. Bewertet haben wir neben der Hornhautreduzierung die Anwendung der Cremes, das Hautgefühl nach der Anwendung und die Deklaration. Drei Artikel werben damit, dass ihre Produkte schon nach wenigen Tagen wirken. Die Anbieter versprechen nicht zu viel – auch bei unseren Probanden gelang die Hornhautreduzierung schnell.

Hintergrund und Tipps. Bei Cremes gegen Hornhaut lohnt sich der Blick ins Klein­gedruckte. Die Stiftung Warentest verrät, auf welche Inhalts­stoffe Kunden beim Kauf achten sollten. Enthält die Creme nämlich bestimmte Substanzen, spricht das für einen hornhautreduzierenden Effekt. Außerdem erklären wir, wie Sie durch regel­mäßig und mit Vorsicht einge­setzte Hilfs­mittel Ihre Haut geschmeidiger machen können.

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Drei Cremes für Ungeduldige

Die meisten Anbieter machen keine konkreten Aussagen dazu, inner­halb welcher Zeit die Anwender der Cremes mit einer sicht­baren Wirkung rechnen dürfen. Nur auf den Verpackungen von drei Produkten fanden wir entsprechende Angaben: „Erste sicht­bare Ergeb­nisse nach 4 Tagen“, „sicht­bar weichere Haut in 7 Tagen“ und „sicht­bare Ergeb­nisse nach 14 Tagen“. Wir haben die Anbieter dieser drei Cremes beim Wort genommen und die Füße unserer Probanden bereits vier, sieben beziehungs­weise 14 Tage nach der jeweils ersten Anwendung erst­mals kontrolliert. Fazit: Die drei versprechen nicht zu viel.

Tipp: Wer mit Cremes gegen Hornhaut vorgeht, sollte je nach Stärke der Verhornung etwas Durch­halte­vermögen mitbringen. Optimal ist es, die Creme zweimal täglich aufzutragen und gut in die verhornten Haut­partien einzumassieren. Anschließend ist es ratsam, sich gründlich die Hände zu waschen – die Cremes könnten die Augen reizen, wenn man sich ins Gesicht fasst.

Das Klein­gedruckte lesen

Zum Vergleich haben wir auch eine einfache Fußpfle­gecreme vom Discounter in den Test einbezogen. Das Versprechen „reduziert Hornhaut“ findet sich auf der Tube zwar nicht – den als Spezialisten beworbenen Konkurrenten geschlagen geben muss sich die Creme dennoch nicht. Auch sie schneidet im Prüf­punkt Hornhautreduzierung gut ab. Der Grund: Genau wie die anderen Cremes im Test enthält sie eine spezielle Substanz, die gegen Hornhaut hilft. Mehrere derartig wirkende Inhalts­stoffe sind typische Bestand­teile von Fußcremes. Denn ab einer bestimmten Konzentration wirken sie keratolytisch – das heißt, sie lösen verhornte Haut­zellen ab.

Tipp: Unser Versuch macht aber klar: Beim Kauf von Fußcremes lohnt es sich, das Klein­gedruckte zu lesen und auf die Inhalts­stoffe zu achten. Sind bestimmte Substanzen enthalten, spricht dies für einen hornhautreduzierenden Effekt. Allzweck­cremes ohne solche Stoffe können allenfalls dazu beitragen, Hornhaut­bildung vorzubeugen – sofern sie genug Feuchtig­keit spenden.

Eine Creme mit kritischem Duft­stoff

Ein Marken­produkt enthält den kritischen Duft­stoff Butylphenyl Methyl­propional, kurz BMHCA, der auch unter dem Handels­namen Lilial bekannt ist. Dafür gibt es Punkt­abzug. Die Creme schneidet insgesamt nur befriedigend ab – obwohl sie mit der besten Hornhautreduzierung über­zeugt. Der wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) hat sich umfassend mit dem Duft­stoff beschäftigt. Er schreibt: Aktuell könne man „nicht auf die Sicherheit von BMHCA schließen“. In Tier­versuchen zeigte sich, dass der Duft­stoff die Fort­pflan­zungs­fähig­keit beein­trächtigen kann. Inwieweit die Daten auf den Menschen über­trag­bar sind, ist noch unklar. Ob Lilial auch das Erbgut verändert, lässt sich derzeit nicht sicher ausschließen.

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