Fußball­krawalle Meldung

Fußball­rowdys müssen für die Über­nachtung im Gefäng­nis zahlen, wenn die Polizei sie vorsorglich in Gewahr­sam nimmt. Zwei Männern und einer Frau stellte die Behörde jeweils 95 Euro in Rechnung. Sie gehörten zu einer Gruppe von Hooligans, die in Hildesheim vor einem Spiel zwischen Hannover 96 und Eintracht Braun­schweig fest­genommen wurde. Aufgrund des typischen äußeren Aufzugs der Gruppe und früherer schlimmer Erfahrungen mit Hooligans konnte die Polizei „mit an Sicherheit grenzender Wahr­scheinlich­keit“ davon ausgehen, dass sie sich zu einer Massen­schlägerei verabredet hatten, zur – im eigenen Jargon – „dritten Halb­zeit“.

Die Unterbringung für zwei Tage in einer Zelle war unerläss­lich, um konkret zu befürchtende Straftaten vor und nach dem Liga­spiel zu verhindern, urteilte das Verwaltungs­gericht Hannover (Az. 10 A 1489/17). Maßgeblich sei, dass die Polizei angesichts der Umstände eine Gefähr­lich­keit der Hooligans vermuten musste. Sie seien bekannt dafür, dass sie Konflikte mit anderen Fang­ruppen mit Gewalt austragen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2 Nutzer finden das hilfreich.