Fußball-WM am Arbeits­platz Meldung

Fußball­fans, die während der Welt­meisterschaft arbeiten müssen, haben es schwer. Sie dürfen die Spiele bei der Arbeit oft nur am Radio verfolgen. Radio­hören ist erlaubt, solange weder die Arbeit liegen bleibt noch Kollegen sich gestört fühlen.

Radio­hören kann man nebenbei, sagt das Bundes­arbeits­gericht (Az. 1 ABR 75/83) – Fernsehen nicht. Deshalb ist dafür die Genehmigung des Chefs nötig, ebenso für den Internet-Live­ticker. Auch er erfordert aktives Hinsehen. Das kann als verbotenes Intensivsurfen gelten.

Wer kein Spiel verpassen will, sollte Urlaub nehmen. Der Chef muss auch einzelne Tage gewähren, solange nicht betriebliche Belange entgegen­stehen, etwa ein hoher Kranken­stand, eine üppige Auftrags­lage oder Urlaub von Kollegen mit Schul­kindern. Einfach „krankmachen“ ist keine gute Idee. Da drohen Abmahnung und Kündigung.

Auch Schicht­arbeiter dürfen Rück­sicht auf private Interessen erwarten. Finden sie einen tausch­bereiten Kollegen, muss der Chef zustimmen, wenn nicht gute Gründe dagegen­sprechen.

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