Fusion von IKK classic und Vereinigter IKK Meldung

Die Fusion ist perfekt: Zum 1. August entsteht aus der IKK classic und der Vereinigten IKK die Nummer sechs unter den gesetzlichen Krankenkassen mit insgesamt 3,6 Millionen Versicherten. test.de sagt, was sich für sie ändert.

Ohne Zusatzbeitrag bis 2013

Die fusionierte Innungskrankenkasse (IKK) wird den Namen IKK classic tragen. Mit etwa 3,6 Millionen Versicherten ist sie die größte IKK und insgesamt die sechstgrößte gesetzliche Krankenkasse in Deutschland. Branchenprimus ist derzeit die Barmer mit etwa 8,5 Millionen Versicherten. Anlass für den Zusammenschluss war vor allem die schwierige Finanzlage der Vereinigten IKK. Die neue IKK classic verfügt nach eigenen Angaben über eine solide Finanzbasis. Das sei auch der Grund, warum die neue Kasse bis 2013 keinen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erheben will. Die Vereinigte IKK hatte aufgrund ihrer angeschlagenen Finanzlage den Zusatzbeitrag schon beschlossen. Der Fusionspartner IKK classic machte aber den Verzicht darauf zur Bedingung für einen Zusammenschluss.

Keine Verschlechterungen

Bei dem Großteil der Leistungen wird sich für Versicherte beider Kassen nichts ändern, denn etwa 95 Prozent sind gesetzlich festgelegt. Einzig Zusatzleistungen, Extras und Wahltarife können sich durch den Zusammenschluss verändern. Die neue Satzung der fusionierten Kasse wird Anfang August verabschiedet. Details zu Zusatzangeboten der neu entstehenden Kasse sind daher noch nicht bekannt. Ein Vergleich der Fusionspartner zeigt: Beide Kassen bieten ihren Versicherten bislang viele Extras und Zusatzangebote. Die IKK classic hat aber leicht die Nase vorn. Michael Förstermann, Pressesprecher der alten IKK classic sagte gegenüber test.de, dass es für Versicherte seiner Kasse keine Verschlechterungen geben werde. Ebenso sei das Angebot seiner Kasse Maßstab für die neue IKK classic. So könnten zum Beispiel Versicherte der Vereinigten IKK künftig auch homöopathische Behandlungen auf Chipkarte in Anspruch nehmen. Auch bei den Wahltarifen sollen sich Versicherte durch die Fusion nicht verschlechtern: Sylvia Strothotte, Sprecherin der Vereinigten IKK, erklärte gegenüber test.de, es sei geplant, dass die Wahltarife in artgleiche Verträge der IKK classic münden.

Chipkarte bleibt gültig

Wichtig für Versicherte beider Kassen: Die Chipkarten bleiben auch nach der Fusion gültig. Versicherte müssen sich also keine Sorgen machen, dass sie beim Arzt mit der alten Chipkarte nicht mehr behandelt werden.

Sonderkündigungsrecht entfällt

Mitglieder der beiden IKKs haben allein aufgrund des Zusammenschlusses kein Sonderkündigungsrecht. Das gilt auch, falls nach der geplanten Zusammenlegung eventuell doch Leistungen gestrichen werden. Versicherte, die auf bestimmte Zusatzleistungen Wert legen, erfahren erst nach der Fusion aus der neuen Satzung, ob es die Angebote dann noch gibt. Wer auf bestimmte Leistungen oder Serviceangebote Wert legt, sollte dann bei der neuen IKK classic nachfragen. Für eine mögliche Kündigung gilt: Wer mindestens 18 Monate Mitglied in seiner Kasse ist, kann ohne weiteres in eine andere Kasse wechseln. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende.
Hinweis: Sobald sich weitere Details zur Fusion ergeben, informiert test.de an dieser Stelle.

Kassenleistungen im Überblick

Der Produktfinder zeigt Ihnen, welche Zusatzleistungen und Extras insgesamt 93 gesetzliche Krankenkassen bieten. Informieren Sie sich über das Angebot Ihrer eigenen Kasse – oft wissen Versicherte gar nicht, was ihre Kasse alles im Programm hat. So können Sie zum Beispiel bei vielen Kassen Zuschüsse zu Gesundheitskursen wie Yoga, Autogenes Training oder Rückenschule, erhalten. Passend zur Reisezeit: Zahlreiche Kassen kommen auch für Reiseimpfungen auf, für die Sie sonst oft viel aus der eigenen Tasche bezahlen müssen. Sind Sie mit Ihrer Krankenkasse unzufrieden, können Sie in der Datenbank auch gezielt nach speziellen Angeboten suchen und mehrere Kassen miteinander vergleichen. So finden Sie einfach und bequem einen individuell passenden Krankenversicherungsschutz.

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