Die DAK und die BKK Gesundheit fusionieren zum 1. Januar 2012 zur neuen DAK Gesundheit. Mit insgesamt 6,6 Millionen Versicherten entsteht die Nummer drei unter den gesetzlichen Krankenkassen. test.de informiert.

[Update 03.11.2011]

Wie die DAK heute mitteilte, soll auch die BKK Axel Springer zum 1. Januar 2012 in der neuen DAK Gesundheit aufgehen. Die BKK Axel Springer ist eine kleine geschlossene Betriebs­krankenkasse, bei der sich bislang nur Mitglieder der Axel Springer AG versichern können. Sie hat etwa 12 000 Versicherte. Seit 2012 erhebt die Kasse einen Zusatz­beitrag von 8 Euro monatlich. Über den Zusam­menschluss muss noch das Bundes­versicherungs­amt entscheiden. [Update Ende]

Kassen­über­greifende Fusion

Die dritt­größte Ersatz­kasse, die DAK und die größte Betriebs­krankenkasse, die BKK Gesundheit gaben heute bekannt, dass sie zum Januar 2012 zur neuen DAK Gesundheit fusionieren. Die neue Kasse soll dem Verband der Ersatz­kassen angehören. Das heißt: Die BKK Gesundheit scheidet durch den Zusam­menschluss aus dem System der Betriebs­krankenkassen aus. Durch die kassen­über­greifende Fusion entsteht die dritt­größte gesetzliche Krankenkasse in Deutsch­land, hinter Branchenriese Barmer GEK und Techniker Krankenkasse. Sowohl DAK als auch die BKK Gesundheit verlangen von ihren Mitgliedern einen Zusatz­beitrag in Höhe von 8 Euro monatlich.

Chipkarte bleibt gültig

Für die Versicherten beider Kassen bedeutet die Fusion keinen großen Aufwand. So behalten zum Beispiel die Chipkarten auch nach dem Zusam­menschluss ihre Gültig­keit. Die Versicherten beider Kassen können Behand­lungen auch während der Über­gangs­zeit fortsetzen. Ohnehin ändert sich am Groß­teil der Leistungen nichts, da etwa 95 Prozent gesetzlich vorgeschrieben sind. Die meisten Änderungen betreffen Wahl­tarife und Zusatz­angebote wie die Über­nahme von Reiseimpfungen, homöo­pathische Behand­lungen auf Chipkarte, Zuschüsse zu Gesund­heits­kursen oder spezielle Patientenschu­lungen, die Kassen anbieten können.

Mehr Geschäfts­stellen

Durch den Zusam­menschluss können Versicherte beider Kassen von einem größeren Netz an Geschäfts­stellen profitieren. Andere Änderungen bei Zusatz­angeboten und Extras der neuen DAK Gesundheit stehen aber noch nicht fest. Übrigens: Ein Sonderkündigungs­recht allein aufgrund der Fusion haben Versicherte nicht. Sie sollten jetzt erst einmal abwarten, welche Änderungen – zum Vorteil oder zum Nachteil – der Zusam­menschluss im Januar bringt. test.de berichtet an dieser Stelle, sobald es Neues dazu gibt. Wer mit der neu entstandenen Kasse unzufrieden ist, kann immer noch regulär kündigen und sich eine andere Kasse suchen, die genau das bietet, was Versicherte wünschen.

Tipp: Sind Sie bei der DAK oder der BKK Gesundheit versichert? Dann nutzen Sie unseren Produktfinder Gesetzliche Krankenkassen und vergleichen Sie, was beide Kassen derzeit bieten. In der Vergangenheit hat sich oft gezeigt, dass meist einfach die Satzung und Angebot an Mehr­leistungen der größeren Kasse Maßstab für die neue Krankenkasse war. Der Produktfinder zeigt auch, welche Kassen auf einen Zusatz­beitrag verzichten.

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