Fusion von Barmer und GEK Meldung

Die Barmer und die Gmünder Ersatzkasse (GEK) wollen sich zusammenschließen. Der Verwaltungsrat der GEK stimmte gestern einer Fusion zu. Das Gremium der Barmer Ersatzkasse will seine Entscheidung Freitag bekanntgeben. test.de informiert.

[Update 08.01.2010] test.de sagt anhand von Beispielen, was sich für Versicherte durch die Fusion zur Barmer GEK für Versicherte ändert.
... zur Meldung: Fusion von Barmer und GEK: Wa sich für Versicherte ändert

[Update 25.09.2009] Wie erwartet hat der Verwaltungsrat der Barmer heute einem Zusammenschluss mit der GEK zugestimmt. Laut Holger Langkutsch, Vorsitzender des Barmer Verwaltungsrates, sei das Ziel der Fusion, die Marktführerschaft unter allen Krankenkassen Deutschlands in den Bereichen Service, Leistung und Beratung zu erlangen.

Größte gesetzliche Krankenkasse

Stimmt morgen auch der Verwaltungsrat der Barmer Ersatzkasse der Fusion zu, kann die neue gemeinsame Krankenkasse nach Angaben von Barmer und GEK am 1. Januar 2010 starten. Die gemeinsame Kasse wäre dann die größte unter den gesetzlichen Krankenkassen mit rund 8,6 Millionen Versicherten. Gegenüber test.de betonten Sprecher der Barmer sowie der GEK, es gebe sowohl eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiter sowie eine Standortgarantie. Zusammen stünden den Kunden dann mehr als 1 150 Geschäftsstellen zur Verfügung. Davon dürften vor allem Mitglieder der GEK profitieren. Denn das Filialnetz der Gmünder Ersatzkasse beläuft sich derzeit nur auf etwas mehr als 180 Geschäftsstellen.

Keine Leistungseinbußen

Durch die Fusion wollen die Kassen nach eigenen Angaben ihre Verhandlungsposition gegenüber Leistungserbringern wie Ärzten, Krankenhäusern und Arzneimittelherstellern stärken. Dies solle dann vor allem den Versicherten zugute kommen. GEK-Sprecher Kai Behrens betonte gegenüber test.de, dass das Service- und Leistungsniveau seiner Kasse garantiert bleibt. Im Zuge der Fusion erwarten beide Kassen sogar eine Verbesserung ihres Leistungsangebots. Einen Zusatzbeitrag wird es nach Angaben von Barmer und GEK vorerst nicht geben. Bis zum Ende des Jahres und auch für Anfang 2010 schließen dies beide Kassen aus.

Kein Sonderkündigungsrecht

Mitglieder der Barmer und Gmünder Ersatzkasse haben - sollte die geplante Fusion zustande kommen - allein aufgrund des Zusammenschlusses kein Sonderkündigungsrecht. Das gilt auch, falls nach der geplanten Zusammenlegung Leistungen gestrichen werden sollten. Etwa 95 Prozent der Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen sind jedoch ohnehin gesetzlich vorgeschrieben. Der Rest liegt in der Hand der jeweiligen Kassen. Versicherte, die auf bestimmte Zusatzleistungen Wert legen, erfahren erst nach der Fusion aus der neuen Satzung, ob es die Angebote dann noch gibt. Wer auf bestimmte Leistungen oder Serviceangebote Wert legt, sollte dann bei der Kasse nachfragen. Für eine mögliche Kündigung gilt: Wer mindestens 18 Monate Mitglied in einer Kasse ist, kann ohne weiteres in eine andere Kasse wechseln. Die Kündigungsfrist beträgt zwei Monate zum Monatsende.
Hinweis: Sobald sich etwas Neues zur Fusion ergibt, informiert test.de an dieser Stelle.

Kassenleistungen im Überblick

Wer mit seiner Kasse nicht zufrieden ist, sollte wechseln. Mittlerweile gibt es einen einheitlichen Beitragssatz. Doch die Zusatzleistungen sind bei den gestzlichen Krankenkassen durchaus verschieden. Um eine individuell passende Kasse zu finden, müssen Versicherte festlegen, was ihnen wichtig ist. Finanztest hilft dabei: Mit einer Untersuchung von mehr als 100 gesetzlichen Kassen. Versicherte erfahren, welche Extras die Kassen anbieten und können so gezielt auswählen.

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