Kommentar: Nur ein erster Schritt

Für 8 der 17 Anbieter heißt es beim CSR-Engagement: ausreichend. Sie stehen am Anfang. Die Beschäftigten in den asiatischen Nähfabriken verdienen in regulärer Arbeits­zeit allenfalls leicht über dem gesetzlichen Mindest­lohn, Über­stunden sind die Regel. Extrem ist die Mehr­arbeit in der Fabrik von Salewa, die zudem nicht für alle Beschäftigten Sozialbeiträge zahlt. Auch in den Nähfabriken, die für Killtec, Mammut und Vaude fertigen, über­schreiten Über­stunden das gesetzliche Maß deutlich. In denen von Inter­sport, Marmot, Regatta und Sport­Scheck halten sie sich in Grenzen. Kein Anbieter hat die Produktions­bedingungen aller Zulieferer geprüft, Auskünfte dazu sind spärlich.

Licht­blick: Als Mitglieder der Fair Wear Foundation haben sich Mammut seit 2008 und Vaude seit 2010 verpflichtet, Arbeits­bedingungen laufend zu prüfen und zu verbessern. Beide haben zudem für Teile ihrer Produktions­kette Lieferanten mit dem Umwelts­tandard Blues­ign, der Vorgaben zum Umwelt­schutz macht. Vaude bietet außerdem eine CSR-Strategie, die über­zeugend auf Verbesserungen abzielt.

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