Membranen, Laminate, Beschichtungen: Wasserdicht und atmungsaktiv

Wie die verschiedenen Systeme funktionieren.

Mikroporöse Membranen wie Gore-Tex sind 10 bis 25 Mikrometer dünn und bestehen aus Polytetrafluorethylen (PTFE), dem Stoff, aus dem auch Bratpfannenbeschichtungen sind. Ihr Funktionsprinzip ist einfach (siehe Grafik): Die Poren der Membran sind so klein, dass nicht einmal der kleinste Regentropfen hindurchpasst. Für ein einzelnes Wasserdampfmolekül ist eine Pore hingegen groß wie ein Scheunentor – es kann mühelos aus der Jacke hinaus.

Hydrophile Membranen funktionieren ganz anders. Keine Pore weit und breit, sondern die Moleküle der Membran fangen den vom Körper abgegebenen Wasserdampf auf und reichen ihn Molekül für Molekül an die nächste Schicht weiter. So diffundiert der Dampf durch die Membran, während auch hier die Wassertropfen außen vor bleiben.

Laminate bestehen aus dem Oberstoff der Funktionsjacke und der punktweise aufgeklebten Membran, Zwei-Schicht-Laminat genannt. Ist darauf zusätzlich noch ein Innenfutter aufge­bracht, spricht man von einem Drei-Schicht-Laminat. Das kann strapazierfähiger, aber auch deutlich we­niger flexibel sein.

Beschichtungen werden dagegen bei der Herstellung flüssig als hauchdünne Schicht auf den Oberstoff aufgetragen. Beschichtungen bestehen meist aus Polyurethan (PU) und haben entweder Mikroporen, durch die der Wasserdampf nach außen entweicht, oder sie wirken wie die schon beschriebenen hydrophilen Membranen ohne Poren.

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