Funk­laut­sprecher im Test Test

Die Stereo­anlage wird über­flüssig. Wer heute Musik hören will, bindet einfach seine Boxen ins WLan-Netz­werk ein und spielt Songs aus dem Internet. Gesteuert wird alles je nach Fabrikat über eine App auf Tablet oder Smartphone – oder über eine klassische Fernbedienung. Wir haben Ton, Hand­habung, Strom­verbrauch, Vielseitig­keit und Daten­sende­verhalten von 14 Funk­laut­sprechern geprüft – 5 davon schneiden gut ab. Ganz vorn mit dabei: eines der güns­tigsten Geräte (Preise 152 bis 1 010 Euro).

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TestFunk­laut­sprecher im Testtest 12/2016
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Funk­boxen – klingen besser als erwartet

Damit hatten die Tester nicht gerechnet: Über­raschend viele Funk­boxen halten beim Ton mit einer Mini-HiFi-Anlage mit, die wir als Referenz benutzten. Manche Boxen schaffen den Vergleich allerdings nicht. Samsung beispiels­weise bewirbt seinen Laut­sprecher R7 mit dem Slogan „So gut hat Musik noch nie ausgesehen.“ Und tatsäch­lich ist der Laut­sprecher etwas Besonderes: Er ähnelt einem Football und strahlt den Schall ringsum ab. Doch Reflexionen in Räumen ohne Teppich und Gardinen mischen die Töne des R 7 zu einem Klang­brei. Acht Boxen im Test­feld klingen besser als der tönende Football, insbesondere der Konkurrent Sonos Play:3. Klang­lich ist der Laut­sprecher weit vorne. Er hat allerdings ein Manko, das im Test einen Spitzen­platz verhinderte: Der Sonos-Laut­sprecher zieht im Standby mehr Strom als jeder andere Funk­laut­sprecher im Test.

Übrigens: Wir haben kürzlich auch Bluetooth-Laut­sprecher getestet – für jeden Geldbeutel (Preise: zwischen 20 und 350 Euro). Testergebnisse für 38 Bluetooth-Lautsprecher

Echter Stereo-Sound klappt nicht bei allen einfach

Für viele ist nur Stereo-Sound der wahre Sound. Doch nur die Funk­laut­sprecher-Sets Raum­feld Stereo M und Yamaha NX-N500 werden als Paar verkauft. Die anderen Boxen gibt es einzeln. Mit einer zweiten Box klappt Stereo zwar bei den meisten Fabrikaten wie gewohnt. Doch das kostet doppelt und verdoppelt auch den Strom­verbrauch. Und nicht immer ergeben zwei Laut­sprecher tatsäch­lich ohne weiteres den Stereo­sound. So konnten wir die Box von Bose zwar per Funk mit einer weiteren, gleichen Box koppeln. Doch die spielte dann nur dasselbe Signal wie die erste Box. Für echte Stereo­wieder­gabe mussten wir die Laut­sprecher noch mit einem speziellen Audio­kabel verbinden.

Boxen­steuerung – per App oder mit herkömm­licher Bedienung

Ein Funk­netz­werk − so wie es viele Menschen zu Hause haben – ist für den Betrieb der WLan-Laut­sprecher unver­zicht­bar. Entscheidend allerdings ist der Internet­zugang. Über ihn können Musik­dienste und Radio­sender aus aller Welt empfangen werden. Per WLan verbinden sich die Boxen mit dem Smartphone oder Tablet der Nutzer. Die Steuerung erfolgt dann bei den meisten Laut­sprechern über entsprechende Apps. Wer lieber an gewohnten Bedien­konzepten fest­halten will, greift zu Bose, Panasonic, Raum­feld oder Yamaha NX-N500. Diese Modelle verfügen über Stations­tasten. Ein Tasten­druck ruft ohne App und Tablet die vom Nutzer zuvor programmierten Sender auf.

Mit Ruck­lern ist zu rechnen

Die kabellose Verbindung von Musikquelle und Laut­sprecher ist elegant. Doch läuft die Technik auch reibungs­los? In unserem Test war das nicht immer der Fall. So nervten mitunter Firmware-Updates. Und zuweilen koppelten sich die Boxen nicht mehr mit dem Tablet, nachdem wir den Netz­stecker gezogen und wieder einge­steckt hatten. In solchen Fällen starteten wir eine Neuin­stallation. Das war zwar lästig, behob aber das Problem.

Unsere Tipps für Boxen-Auswahl und Boxen-Einsatz

WLan-Boxen oder Mini-Anlage? Funk­laut­sprecher sind der klassischen Stereo­anlage funk­tional über­legen. Wer die Optionen Multiroom (Musik in weiteren Zimmern) oder Ausbau zum Heim­kinosystem nicht braucht, hört mit einer Mini-Hifi-Anlage aber billiger.

Multiroom. Nutzer können passende Laut­sprecher des gleichen Anbieters kaufen und inner­halb des WLan-Netzes beliebig in der Wohnung platzieren. Sie spielen dann alle die gleiche Musik. Achtung: Bei einigen Anbietern harmonieren nicht alle Funk­boxen in jeder beliebigen Kombination miteinander.

Heim­kino. Panasonic, Samsung, Sony und Sonos treiben den System­gedanken weit. Eine Soundbar nimmt hier den TV-Ton entgegen und baut mit zwei rück­wärtigen und einem Bass­laut­sprecher eine 5.1-Surroundsound­anlage auf.

Musik von CD und Fernseher. Viele Boxen verfügen über einen analogen Eingang etwa für CD-Spieler. Aber aufgepasst: Für den Anschluss eines Fernsehers taugt dieser Eingang nicht. Die Boxen setzen das analoge Audio­signal üblicher­weise mit deutlichem Zeit­versatz um. Das stört beim Abspielen von Musik nicht, wohl aber beim Fernsehen. Der Ton hinkt dann dem Bild hinterher, er ist nicht lippen­synchron.

Spontan koppeln. Besucher können Musik von ihrem Smartphone oder Tablet über die WLan-Laut­sprecher des Gast­gebers wiedergeben. Am einfachsten gelingt das mit Boxen, die sich über den Kurz­stre­cken­funk Bluetooth ansteuern lassen. Im Test boten nur die Sonos- und Raum­feld-Boxen nicht diesen Zugang. Wer diesen Boxen Musik zuspielen will, muss erst die Steuerungs-App des Anbieters installieren. Das geht auch mit jedem anderen Funk­laut­sprecher, ist aber etwas umständlicher als Bluetooth.

Ohne Kabel. Alle Funk­laut­sprecher brauchen Strom aus der Steck­dose. Bei den Boxensets im Test gibt es zusätzlich Kabel zwischen der jeweils rechten und linken Box: Zwei Kabel bei Yamaha, eines bei Teufel Raum­feld.

Daten­schutz. Viele Funk­laut­sprecher senden keine unnötigen Daten ins Netz, manche sind etwas schwatz­haft, wirk­lich gefähr­lich ist keine. Wer aber einen Musik­dienst abonniert, ist gläsern. In welchem Land der Nutzer ist, welche Musik er liebt – das alles und mehr wird erhoben und ausgewertet. Eine Alternative bietet das viel anonymer nutz­bare Internet­radio – praktisch das Kurz­wellen­radio von heute.

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