WLan-Laut­sprecher im Test Satter Sound per Funk

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WLan-Laut­sprecher im Test - Satter Sound per Funk
Viele Designs. Oval, kugel­rund oder eckig – WLan-Laut­sprecher gibt es in unterschiedlichen Formen und Größen. © Pablo Castagnola

WLan-Boxen können Musik aus vielen Quellen abspielen. Unser WLan-Laut­sprecher-Test zeigt, welche Boxen sehr gut klingen – und warum teuer nicht auto­matisch gut heißt.

WLan-Laut­sprecher im Test Testergebnisse für 38 WLan-Laut­sprecher

Inhalt

38 WLan-Laut­sprecher im Test

Unser WLan-Lautsprecher-Test liefert Test­ergeb­nisse für 38 Modelle. Neben dem aktuellen Testsieger schneiden noch weitere 9 Boxen gut ab, 26 sind befriedigend, 2 nur ausreichend.

Box und Anlage in einem

Einige WLan-Laut­sprecher im Test können tatsäch­lich eine Stereoanlage ersetzen – und halten auch klang­lich mit herkömm­lichen Laut­sprechern mit. Die Über­tragung per WLan ist komfortabel und ermöglicht die Musik­wieder­gabe aus verschiedenen Quellen, wie zum Beispiel

Gesteuert wird per App oder Sprach­assistent. Im jüngsten Test hat die Stiftung Warentest zwölf WLan-Lautsprecher von Amazon, Audio Pro, Bang & Olufsen, Bose, Denon, Google, Ikea, Philips, Sonos, Sony, Teufel und Xiaomi geprüft.

Warum sich der WLan-Laut­sprecher-Test für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Der WLan-Laut­sprecher-Test zeigt Bewertungen für 38 WLan-Lautsprecher aus unseren Tests aus den Jahren 2020 bis 2022 – darunter Boxen mit den Sprach­assistenten Amazon Alexa oder Google Assistant – und Wireless-Laut­sprecher ohne Sprach­assistent, nur mit Steuerungs-App. Von Amazon und Bose über Harman Kardon bis zu Sonos und Teufel haben wir alle namhaften Anbieter getestet (Preise: 45 bis 650 Euro).
  • Kauf­beratung und Tipps. Wir sagen, welche WLan-Laut­sprecher gut klingen, wie die Musik auf Ihre Boxen kommt und wie sie diese richtig aufstellen. Wir nennen die wichtigsten Ausstattungs­merkmale der Boxen – etwa Bluetooth, Multiroom, Akku und verfügbare Anschlüsse – und helfen Ihnen so, Ihren individuellen Testsieger zu küren.
  • Heft­artikel als PDF. Nach dem Frei­schalten können Sie die Testbe­richte aus der Zeit­schrift test zum Thema WLan-Laut­sprecher herunter­laden.

Unterschiede bei Größe und Gewicht

Die geprüften Geräte umfassen sämtliche Größen – vom port­ablen WLan-Laut­sprecher mit Akku, der lediglich 0,4 Kilogramm wiegt, bis zur 7,5 Kilogramm schweren Box fürs Wohn­zimmer. Bei vielen Geräten gehört ein Sprach­assistent zur Ausstattung – je nach Modell Amazon Alexa oder Google Assistant. Manche WLan-Laut­sprecher sind auch mit beiden Sprach­assistenten nutz­bar.

Neues Prüf­programm

Gegen­über unserem letzten Test haben wir das Prüf­programm verändert: Wir gewichten den Klang nun etwas mehr. Die Geräte aus den Tests 2/2020 und 4/2021 lassen sich also nur bedingt mit denen aus der neuesten Unter­suchung diesen Jahres vergleichen. Details unter So haben wir getestet.

Tipp: Wer Wert auf ein Display legt, das auch Koch­rezepte zeigen und Videos abspielen kann, wird in unserem Smart-Speaker-Test fündig. Eine große Auswahl an port­ablen Laut­sprechern für unterwegs bietet der Bluetooth-Lautsprecher-Test der Stiftung Warentest. Und Laut­sprecher, die unter anderem den TV-Ton aufpeppen, finden Sie im Soundbar-Test.

Video: Das leisten Funk­laut­sprecher

Aus welchen Quellen können WLan-Boxen Musik spielen? Wo liegen die Unterschiede zwischen einer Bluetooth- und WLan-Verbindung? Und welche Mängel haben sich im Test gezeigt? Unser Video gibt einen Über­blick.

WLan-Laut­sprecher im Test Testergebnisse für 38 WLan-Laut­sprecher

Wie die Musik auf die WLan-Boxen kommt

Je nach Laut­sprecher-Modell gibt es bis zu drei Möglich­keiten, um Musik zuzu­spielen:

  1. WLan. Dieser Über­tragungsweg ist bei allen von der Stiftung Warentest geprüften WLan-Boxen Stan­dard. Die Vorteile: eine hohe Reich­weite und eine geringe Anfäl­ligkeit für Tonstörungen. Smartphones, Computer, Tablets und Netzwerkfestplatten lassen sich bequem über die App des Anbieters mit dem Laut­sprecher vernetzen.
  2. Bluetooth. Diese Über­tragungs­technik eignet sich für Gäste, die auch einmal DJ spielen wollen, ohne ihr Smartphone ins WLan einzuloggen. Allerdings ist die Reich­weite geringer – und bei einge­henden Anrufen wird die Musik­wieder­gabe in der Regel unterbrochen.
  3. Audio­kabel. Wer möchte, kann seinen MP3- oder CD-Player per Kabel mit dem Laut­sprecher verbinden. Das klappt auch mit dem Plattenspieler, sofern dieser mit einem Vorverstärker ausgestattet ist.

Oft ist der Streaming­dienst bereits integriert

Welche Wi-Fi-Laut­sprecher mit Bluetooth und Klinken­anschluss ausgestattet sind, erfahren Sie, wenn Sie unseren Test frei­schalten. Viele Modelle verfügen darüber hinaus über integrierte Musik­streaming­dienste wie Spotify. Heißt: Der Laut­sprecher kann direkt auf die Daten­bank des jeweiligen Streaming­dienstes zugreifen. Ist der gewünschte Streaming­dienst nicht im Laut­sprecher integriert, kein Problem – er lässt sich trotzdem nutzen, indem man ihn zum Beispiel auf dem Smartphone aufruft und dann per Bluetooth oder WLan mit der Box verbindet.

So stellen Sie Ihre WLan-Boxen richtig auf

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WLan-Laut­sprecher im Stereo-Betrieb: Das Stereo-Dreieck schafft gute Bedingungen für den Klang. © Stiftung Warentest

Am besten klingen Wi-Fi-Laut­sprecher, wenn sie mindestens einen Meter Abstand zu Wänden und Möbeln haben. Ideal fürs Klang­erlebnis ist es, die Boxen auf Ohrhöhe zu platzieren. So lassen sich Höhen und Tiefen gleichermaßen wahr­nehmen. Manche Laut­sprecher desselben Modells lassen sich per App miteinander verknüpfen – inner­halb eines Raumes zum Stereo­paar oder dank Multiroom in verschiedenen Räumen.

Stereo-Dreieck. Wer zwei WLan-Boxen zum Stereo-Betrieb verknüpft, stellt sie am besten so auf, dass ihre Position und die Hörposition ein gleichseitiges Dreieck bilden: dazu einfach die Geräte parallel zur Hörposition aufstellen, leicht in Richtung Hörposition eindrehen und zwischen den Boxen genauso viel Entfernung lassen wie zur Hörposition.

Multiroom. Diese Funk­tion ist für alle interes­sant, die in verschiedenen Räumen Musik hören wollen. Mit Multiroom kann wahl­weise im ganzen Haus dasselbe Lied erklingen – oder auch Klassik in der Küche und Soul im Wohn­zimmer.

Ikea Symfonisk: Sonos-Laut­sprecher im Bilder­rahmen

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Finde den Laut­sprecher. Der WLan-Laut­sprecher von Ikea versteckt sich im Bilder­rahmen. © Pablo Castagnola

WLan-Boxen vereinen bereits Musik­anlage und Wi-Fi-Laut­sprecher – Ikea hat noch einen draufgesetzt und den Laut­sprecher zum Bilder­rahmen gemacht. Als Bild dient ein mitgeliefertes Paneel. Auch alternative Motive sind erhältlich. Sie zeigen etwa Pflanzen, Tiere oder abstrakte Kunst mit geometrischen Formen und Pinselstrichen.

Design: Ikea, Technik: Sonos

Das schwe­dische Möbel­haus arbeitet mit dem US-Anbieter Sonos zusammen, der die zugehörige Technik liefert. Was diese taugt, hat die Stiftung Warentest im aktuellen WLan-Laut­sprecher-Test geprüft.

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

Profilbild Stiftung_Warentest am 14.02.2022 um 12:39 Uhr
Die Auswahl der Geräte für den Test

@awickmann: Vor jedem Test stellt sich eine Schlüsselfrage: Welche Produkte sollen einbezogen werden? Da die Durchführung unserer Untersuchungen kostspielig ist und Testplätze deshalb generell rar sind, geht es zum einen darum, mit relativ wenigen Produkten den Markt gut abzubilden. Zum anderen dürfen aber auch interessante und innovative Produkte nicht zu kurz kommen. Außerdem möchte der Verbraucher wissen, ob teurere Waren gegenüber deutlich billigeren wirklich qualitative Vorteile haben. Und in jedem Fall muss die Marktauswahl objektiven, nachvollziehbaren Kriterien folgen. Die Marktbedeutung der Produkte oder Dienstleistungsangebote ist ein wichtiges Auswahlkriterium. Auch der Preis und die Ausstattung können eine Rolle spielen.
Wir verwerten dabei Erkenntnisse aus der Marktforschung über die Verkaufszahlen und Verkaufstrends und befragen Händler. Damit garantieren wir eine nachvollziehbare Auswahl und die Gleichbehandlung der Anbieter. Anbieter mit geringer Marktbedeutung tauchen in unserer Auswahl entsprechend seltener auf oder eben leider gar nicht.

awickmann am 14.02.2022 um 09:49 Uhr
Wieder kein Bluesound Gerät im Test

Hallo liebes Stiftung Warentest Team,
bevor Ihr anfangt Euch wie jedes Mal zu rechtfertigen, dass nicht alle Geräte die es auf dem Markt gibt von Euch getestet werden können, möchte ich dennoch wissen wieso die Geräte der Firma Bluesound jedes Mal außen vor sind.
Auch schon beim letzten Test vom April 2021 habe ich diese Frage gestellt und keine vernünftige Antwort bekommen.
Es ist einfach kein sachliches Argument zu behaupten, es könnten nicht alle Geräte getestet werden, dafür wird aber zum x-ten Mal Bose getestet oder die Firma Audio Pro - Deren Geräte habe ich noch nie in einem Media Markt, Saturn, Expert, o.ä. gesehen. Die Bluesound Geräte hingegen schon.
Wie gesagt, mich würde brennend interessieren anhand welcher Kriterien die Testgeräte ausgewählt werden, vielleicht verstehe ich dann wieso die Bluesound Geräte von Euch nicht getestet werden.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Wickmann

noolqa am 13.02.2022 um 13:47 Uhr
Die Latenz sollte ein weiteres Kriterium sein

Funklautsprecher haben einen signifikanten und deshalb nennenswerten Nachteil gegenüber mit Kabeln verbundenen Lautsprechern: eine Latenz zwischen Erzeugung und Abspielen des Tonsignals. Auch wenn der Test dieser Funklautsprecher sich hauptsächlich auf den Anwendungsfall "Musik hören" bezieht, werden sicher einige Anwender ihre Lautsprecher auch für Video oder (noch schlimmer) interaktive Anwendungsfälle wie Videospiele verwenden wollen, wo die Latenz sich beispielsweise durch eine befremdliche Asynchronizität zwischen Lippenbewegung im Film und Hören des Gesprochenen wahrnehmbar macht – der Ton "hinkt hinterher".
Je nach verwendeter Übertragungs- und Decodierungstechnologie ist diese Latenz mehr oder weniger für den Menschen (störend) wahrnehmbar. Ich würde es deshalb begrüßen, wenn die den Lautsprechern eigenen Latenzwerte in zukünftigen Tests gemessen und mit einbezogen würden.

ubiedermann am 07.02.2022 um 17:19 Uhr
Ökobilanz

@Stiftung Warentest: Unabhängig davon, wie stark der Standbyverbrauch in das Testurteil einfließt, bleibt doch der Aspekt der Stromkosten und der Umweltbelastung, auf den ich nicht nur bei den WLAN-Lautsprechern sondern auch ganz allgemein aufmerksam machen möchte. 1 Watt elektrische Leistung macht eben bei einem permanent an der Steckdose "hängenden" Gerät im Jahr 8,76 kWh. Bei einem Strompreis von derzeit ca. 0,40 € sind das also 3,50 € pro Watt und Jahr. Der Unterschied zwischen dem sparsamsten und dem verschwenderischsten WLAN-Lautsprecher hier beläuft sich somit auf 16 € Mehrkosten pro Jahr. Bei einer Gerätekonfiguration mit 4 Lautsprechern (2 Räume, stereo) ist man schon bei 64 €. Jedes Jahr. Das sollte einem potentiellen Käufer in dieser Klarheit vor der Kaufentscheidung bekannt sein.
Und hat man viele solcher Strom fressenden Dauerverbraucher an seinen Steckdosen, dann fällt die Stromrechnung eben entsprechend aus.

Profilbild Stiftung_Warentest am 02.02.2022 um 09:54 Uhr
Ökobilanz

@ubiedermann: Wir haben die Bewertung des Stromverbrauchs und insbesondere der Leistungsaufnahme im Standby-Modus im Vorfeld unserer Veröffentlichung intensiv intern besprochen. Zur Bewertung des Stromverbrauchs haben wir die Verbräuche aus der Nutzungsphase und des Standbys für alle Boxen gleich addiert. Der gesamte Verbrauch wird anschließend bewertet. Wir haben angenommen, dass die Boxen täglich 4 Stunden betrieben werden, die restlichen 20 Stunden sich die Boxen im Standby befinden. Insofern werden alle Boxen hier gleich behandelt.
Das gilt natürlich auch für die Bewertung des Standbys. Die Ökodesign-Anforderungen an den Stromverbrauch elektrischer Geräte im Bereitschafts- und im Aus-Zustand sowie im vernetzten Bereitschaftsbetrieb sind in der Verordnung (EU) Nr. 801/2013, Anhang II festgelegt. Demnach dürfen vernetzte WLan-Boxen und andere Netzwerkgeräte ab 2019 maximal 2 Watt im Standby aufnehmen. Wenn die Anforderungen nicht eingehalten wurden, haben wir das Urteil Stromverbrauch abgewertet. Im Gegensatz zu den Fernsehern sind die Sprachassistenten der W-lan-Lautsprecher im Standby ja weiter „wachsam“ und lauschen auf die jeweiligen Schlüsselworte…