Funketiketten an Kleidung Meldung

Datenschützer warnen vor eingenähten Elektrochips in Textilien. Sie enthalten Produkt- und Seriennummern und können überall aus mehreren Metern Entfernung ausgelesen werden. So lassen sich Kunden ohne ihr Wissen identifizieren und Bewegungsprofile erstellen. Der Datenschutzverein FoeBud (Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs) in Bielefeld hat dies demonstriert. Im Januar lasen FoeBud-Mitglieder in Gerry-Weber-Artikel eingenähte Funketiketten mit einem handelsüblichen Lesegerät aus. Mit Daten etwa von einer Kundenkarte lässt sich der Käufer zuordnen und gezielt ansprechen. Die Schnüffelchips basieren auf der Radiofrequenzidentifikation, kurz RFID, bekannt vom Funk-Autoschlüssel und vom Hundechip. Händler benutzen sie zur Warenkontrolle und Diebstahlsicherung.

Tipp: RFID-Chips sind meist am Pflegeetikett eingenäht, manchmal auch am Firmenanhänger. Sie lassen sich einfach abschneiden. Mehr Infos unter www.foebud.org, www.datenschutz.de undwww.verbraucherportal-bw.de.

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