Tipps

Tipps für ehrliche Finder

  • Zurückgeben. Auch gefundene Gegenstände sind fremdes Eigentum. Geben Sie die Dinge zurück und machen Sie den Verlierer glücklich.
  • Fundbüro. Bringen Sie Fundsachen ins Fundbüro, wenn Sie den Eigentümer nicht selbst ermitteln können (etwa durch eine Telefonnummer oder Adresse).
  • Quittung. Bestehen Sie im Fundbüro auf einer Abgabe-Bestätigung. Sie bescheinigt die Aufgabe und sichert Ihren Anspruch auf Finderlohn.
  • Finderlohn. Wer etwas findet, hat Anspruch auf Finderlohn. Drei bis fünf Prozent vom Sachwert (siehe Rechte und Pflichten). Ob Sie den Finderlohn annehmen, bleibt Ihre Sache.

Tipps für hoffnungsvolle Verlierer

  • Name und Telefon. Kennzeichnen Sie Ihre Brieftasche mit Namen und Telefonnummer. So können sich ehrliche Finder und Fundbüros melden.
  • Onlinesuche. Nutzen Sie die Onlinesuche Ihrer Kommune, wenn Sie etwas vermissen. Viele Fundbüros bieten den Kontakt per E-Mail an. Einige präsentieren Ihren Fundus sogar im Internet. Das spart langwierige Telefonate und vergebliche Wege.
  • Nachfragen. Fragen Sie immer im Fundbüro nach. Viele Fundstücke bleiben dort liegen, weil ihre Besitzer nicht mit ehrlichen Findern rechnen. Fragen Sie mehrmals nach: Meist dauert es einige Tage, bis der Fund aus der Annahmestelle in der Zentrale landet.
  • Finderlohn. Danken Sie dem ehrlichen Finder mit einem angemessenen Finderlohn. Das Gesetz sieht drei bis fünf Prozent vom Sachwert vor. Viele Dinge haben aber vor allem persönlichen Wert. Entscheiden Sie hier nach Gefühl.

Rechte und Pflichten

  • Anzeigepflicht. Wer eine verlorene Sache findet und an sich nimmt, hat dem Eigentümer oder einem Empfangsberechtigten unverzüglich Anzeige zu machen. Kennt der Finder die Empfangsberechtigten nicht, so hat er den Fund unverzüglich der zuständigen Behörde anzuzeigen. Ist die Sache nicht mehr als zehn Euro wert, so bedarf es der Anzeige nicht. So etwa steht es im Gesetz. Paragraph 965 Bürgerliches Gesetzbuch BGB.
  • Finderlohn. Das Gesetz garantiert dem Finder Finderlohn. Bei einem Sachwert bis 500 Euro beträgt der Finderlohn fünf Prozent, bei größeren Werten drei Prozent. Für Fundsachen im öffentlichen Nahverkehr und in Behörden gelten die halben Prozentsätze. Das Fundstück muss mindestens 50 Euro wert sein. Den Finderlohn zahlt der Verlierer. Der Finder kann ihn einklagen. §971 BGB.
  • Eigentum. Meldet sich der rechtmäßige Besitzer nicht, geht das Fundstück nach sechs Monaten in den Besitz des Finders über. Nimmt der Finder seinen Anspruch nicht wahr oder verzichtet er darauf, geht das Fundstück in den Besitz der Gemeinde oder der Verkehrsbetriebe über. §976 BGB.
  • Versteigerung. Nach der Aufbewahrungsfrist (sechs Monate bei Ämtern, bei Verkehrsbetrieben nur ein paar Wochen) werden Fundsachen öffentlich versteigert. Der Erlös fällt an den Fiskus, die Gemeinde oder die Verkehrsbetriebe. §979 BGB.

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