Tipps

  • Rückgabe. Bei einer Fundsache handelt es sich um fremdes Eigentum, das selbstverständlich zurückzugeben ist.
  • Anzeige. Können Sie nicht feststellen, wer der Verlierer ist, sind Sie gesetzlich zur Fundabgabe bei einer Behörde verpflichtet. Ausnahmen sind Fundsachen mit einem Wert unter zehn Euro.
  • Bestätigung. Lassen Sie sich eine Durchschrift oder eine andere Bestätigung Ihrer Fundabgabe geben. Sie kann auch bei der eventuellen Durchsetzung eines Finderlohns wichtig werden.
  • Finderlohn. Bis zu einem Fundsachenwert von 500 Euro beträgt der Fin­der­lohn fünf Prozent; für den darüber hinausge­hen­den Wert stehen dem Finder drei Prozent zu. Bei einem Fund im öffentlichen Nahverkehr oder in einer Behörde gelten nur die halben Prozentsätze; und der Fund muss mindestens 50 Euro wert sein.
  • Eigentumserwerb. Sind seit der An­zeige sechs Mo­nate vergangen und konnte der Besitzer der Fundsache bis dahin nicht festgestellt werden, geht der Fund in das Eigentum des Finders über.
  • Versteigerung. Erst nach der in einer öffentlichen Bekanntmachung gesetzten Meldefrist darf ein Fund versteigert werden. Noch drei Jahre nach Ablauf dieser Frist kann sich ein Verlierer melden, denn erst dann fällt der Versteigerungserlös endgültig an den Fiskus.

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