Wer so stark über den Durst trinkt, dass Alkoholsucht nahe liegt, kann den Führerschein verlieren. Das gilt auch dann, wenn er gar nicht besoffen im Straßenverkehr unterwegs war. So rechtfertigte der Verwaltungsgerichtshof Mannheim, dass einer betrunkenen Mutter, die mit ihrem vierjährigen Kind nachts in der Kneipe war, die Fahrerlaubnis entzogen wurde (Az. 10 S 2032/00). Obwohl sie weder mit dem Auto noch als Fußgängerin im Straßenverkehr unterwegs war, verlor sie den Führerschein.

Ebenso erging es einem Berufskraftfahrer, der nach Feierabend zügig zweieinhalb Liter Bier getrunken hatte. Die Behörde nahm aufgrund der „Standfestigkeit“ des Mannes an, dass er öfter so viel trinke und ordnete ein Eignungsgutachten (den so genannten „Idiotentest“) an. Da der Fahrer daran nicht teilnahm, verlor er den Führerschein (Verwaltungsgericht Siegmaringen, Az. 2 K 59/01).

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