Rentner, die vorzeitig in den Ruhestand gehen, dürfen nicht zu viel dazuverdienen. 400 Euro brutto monatlich sind erlaubt und zweimal im Jahr 800 Euro, solange sie nicht die reguläre Altersgrenze erreicht haben. Sonst droht ihnen eine Rentenkürzung. Erst im Alter von zurzeit 65 Jahren – später 67 Jahren – können die Ruheständler dazuverdienen, so viel sie möchten.

Überschreiten die Frührentner die Freigrenzen, können sie zumindest noch eine Teilrente von zwei Dritteln, der Hälfte oder einem Drittel bekommen. Die Verdienstgrenzen dafür werden für jeden Rentner individuell berechnet. Sie hängen vom Durchschnittsgehalt in den letzten drei Kalenderjahren vor Rentenbeginn ab. Wer gut verdiente, darf mehr hinzuverdienen.

Beispiel: Ein ehemaliger Durchschnittsverdiener mit einem Bruttomonatsverdienst von rund 2 500 Euro, der knapp 1 000 Euro im Monat hinzuverdient, hat Anspruch auf eine Zwei-Drittel-Rente.

Bei zu hohem Hinzuverdienst wird die Rente rückwirkend gekürzt.

Tipp: Ihre Verdienstgrenzen für das erste Jahr ab Rentenbeginn stehen im Rentenbescheid. Sie ändern sich jährlich leicht.

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