Früherkennungsuntersuchungen werden oft überschätzt. Sie können auch nutzlos sein oder sogar schaden, erläutert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (Iqwig). Wenn eine frühe Diagnose und Therapie einer Krankheit nicht zu besseren Ergebnissen führt, verlängere sich nur die Zeit, in der jemand in Sorge lebt. So könnten gene­tische Tests auf Erkrankungen, für die es noch keine wirksame Behandlung gebe, Menschen enorm belasten. An einer Früherkennungsuntersu­chung teilzunehmen, kann dagegen sinnvoll sein, wenn die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung hoch ist, es eine zuverlässige Untersuchungsmethode und wirksame Behandlungen gibt. Zum Beispiel wird allen Schwangeren ein HIV-Test angeboten. Weiß die Frau von ihrer Infektion und nimmt entsprechende Maßnahmen in Anspruch, lässt sich eine Virusübertragung auf das Baby in den allermeisten Fällen verhindern.

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