Früh­erkennung bei Prostata­krebs

Früh­erkennungs­methode I: Tast­unter­suchung – die Kasse zahlt

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Inhalt
Früh­erkennung bei Prostata­krebs - Wie gut Ärzte beraten
Tast-Test. Mit dem behand­schuhten Finger tastet der Arzt die Prostata vom Darm aus ab. © Stiftung Warentest

Zielgruppe. Männer ab 45 können jähr­lich zulasten der gesetzlichen Kasse eine Tast­unter­suchung beim Haus­arzt oder Urologen durch­führen lassen. Ablauf. Der Arzt führt einen Finger durch den After in den Enddarm ein und tastet von dort aus die Prostata ab.

Nutzen. Der Test erkennt Tumore ab einer gewissen Größe. Er ist schnell und harmlos. Es fehlen allerdings wissenschaftliche Belege für den Nutzen, etwa bezüglich der Lebens­erwartung.

Risiken. Kleine Tumore entgehen dem fühlenden Finger – und teils sogar größere. Umge­kehrt bestätigt sich nicht jeder Verdacht bei der Gewebe­probe. Teils sorgen sich Männer also unnötig.

test-Kommentar: Die Tast­unter­suchung ist umstritten, kann aber im Einzel­fall etwas bringen. Männer müssen das Für und Wider für sich abwägen.

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mdaniels0815 am 18.12.2019 um 13:43 Uhr
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konrad.h am 06.04.2015 um 12:01 Uhr
PSA Test sollte von den Kassen bezahlt werden!

Ich stimme Dieter159 voll zu. Nur ein PSA test ist verlässlich, allerdings sollte bei zu hohem Wert erst die Biopsie abgewartet werden und nur operriert werden wenn es ein Agressiver Tumor ist! Ich wäre warscheinlich nicht mehr unter den Lebenden, jetzt 10 Jahre nach der OP!
JoKo10

Dieter159 am 31.03.2015 um 16:37 Uhr
Vorsicht vor zu langem Abwarten bei steigendem PSA

Am 1.8.14 wurde ich bei einem psa wert von 8,35 in der uniklinik ffm davinci von Prof. Haferkamp operiert. Die vorherige biopsie ergab einen tumor pt1 bei einem gleason score von 3+4.
gott sei dank hatte ich auch eine mrt machen lassen, die bereits tumorrandbegrenzungen der kapsel zeigten. erst nach op stand dann durch die histologie fest, dass es sich um einen tumor pt4, r1 und pn1 handelte. Es wurden dann noch 36 bestrahlungen durchgeführt, um die loge tumorfrei zu erhalten. bei einem weiteren Abwarten ohne op hätten sich unbemerkt metastasen gebildet, die dann nicht mehr ohne weiteres beherrschbar sind. Ich kann daher jedem Betroffenen nur dringendst raten, sich nicht nur auf das Abwarten zu beschränken, sondern erst einmal abzuklären, um was für einen tumor mit welcher Aggressivität es sich handelt. Der Kassenpatient muss hierfür auch einmal Geld in die Hand nehmen, da allein der Tastbefund zu keinen gesicherten Ergebnissen führt. Steigender PSA Wert ist immer verdächtig.