Früh­erkennung bei Prostata­krebs

Früh­erkennungs­methode I: Tast­unter­suchung – die Kasse zahlt

26.03.2015
Inhalt
Früh­erkennung bei Prostata­krebs - Wie gut Ärzte beraten
Tast-Test. Mit dem behand­schuhten Finger tastet der Arzt die Prostata vom Darm aus ab. © Stiftung Warentest

Zielgruppe. Männer ab 45 können jähr­lich zulasten der gesetzlichen Kasse eine Tast­unter­suchung beim Haus­arzt oder Urologen durch­führen lassen. Ablauf. Der Arzt führt einen Finger durch den After in den Enddarm ein und tastet von dort aus die Prostata ab.

Nutzen. Der Test erkennt Tumore ab einer gewissen Größe. Er ist schnell und harmlos. Es fehlen allerdings wissenschaftliche Belege für den Nutzen, etwa bezüglich der Lebens­erwartung.

Risiken. Kleine Tumore entgehen dem fühlenden Finger – und teils sogar größere. Umge­kehrt bestätigt sich nicht jeder Verdacht bei der Gewebe­probe. Teils sorgen sich Männer also unnötig.

test-Kommentar: Die Tast­unter­suchung ist umstritten, kann aber im Einzel­fall etwas bringen. Männer müssen das Für und Wider für sich abwägen.

26.03.2015
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