Prostatauntersuchung

Früherkennung Special

Für Männer ab 45 einmal im Jahr.

Laut Studien kann ein Prostatatumor bei etwa 40 bis 80 von 1 000 Männern zwischen 55 und 74 Jahren entdeckt werden. Bei der Tastuntersuchung fallen etwa zwei Drittel der Tumoren nicht auf. Viele Ärzte empfehlen deshalb Männern ab 50 Jahren, regelmäßig ihren PSA-Spiegel (prostataspezifisches Antigen) messen zu lassen.

Das wird gemacht: Rektale Tastuntersuchung mit dem Finger. Weitere Abklärung unter Umständen durch Ultraschall. Bei Symptomen/Beschwerden, die auf Prostatakrebs hindeuten, Einsatz des PSA-Tests als weitere diagnostische Maßnahme. Die Kasse zahlt dann den PSA-Test.

Nutzen und Risiken: Umstrittener Test.Ergebnisse sind sehr unsicher. Der PSA-Test übersieht etwa ein Fünftel der Tumoren, die sich im Laufe von drei bis vier Jahren durch Symptome bemerkbar machen würden. Nach Schätzungen kommen bei einem PSA-Wert über 4 ng/ml etwa vier Fehlalarme (überflüssige Gewebeentnahme) auf einen entdeckten Tumor. Nicht jeder frühzeitig entdeckte Tumor hätte ohne Früherkennung und ohne frühzeitige Behandlung auch zum Tod des Betroffenen geführt. Es werden eventuell Männer behandelt, bei denen das gar nicht nötig gewesen wäre. Besonders denjenigen wird jetzt zu einer Gewebeprobe geraten, bei denen ein Anstieg des PSA-Wertes um mehr als 0,5 ng /ml pro Jahr festgestellt wurde.

Hinweis: In Deutschland sind über 50 unterschiedliche PSA-Tests im Einsatz.

Tipp: Wenn PSA-Werte über einen längeren Zeitraum verglichen werden, achten Sie darauf, dass stets der gleiche Test verwendet wird. Das Deutsche Krebsforschungszentrum, der AOK-Bundesverband und die Uni Bremen informieren detailliert mit einer Prostata-Infoplattform unter www.psa-entscheidungshilfe.de (siehe auch Adressen).

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