Mammografie-Screening

Früherkennung Special

Für Frauen ab 50 bis 70 alle zwei Jahre.

Jede zehnte Frau im Lande ist vom Brustkrebs betroffen, wenn sie denn 85 Jahre alt wird. Mehr als 57 000 von 42 Millionen Frauen hierzulande erkranken jedes Jahr an Brustkrebs, 17 500 sterben daran.

Das wird gemacht: Röntgen in Brustzentren. Jede Aufnahme wird von zwei Ärzten beurteilt, die mindestens 5 000 Mammografien pro Jahr vorweisen müssen.

Nutzen und Risiken: Nach bisherigen Erkenntnissen wird von 200 Frauen, die 20 Jahre am Brustkrebsscreening teilnehmen, eine dank ihrer regelmäßigen Teilnahme vor dem Tod durch Brustkrebs bewahrt. Doch es wird auch Krebs diagnostiziert, obwohl keiner vorliegt (siehe Artikel Viele falsche Diagnosen aus test 08/2008,). Ein weiteres Problem ist die Diagnose von Erkrankungen der Brust, die ohne Früherkennung nie aufgefallen wären und auch keinen Schaden angerichtet hätten.

Tipp: Jede Frau muss eine sehr persönliche Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am Brustkrebsscreening treffen – eine schwierige Wahl. Aus den Untersuchungsergebnissen können sich weitreichende Konsequenzen ergeben. Das Nationale Netzwerk für Frauengesundheit formuliert es so: „Frauen haben gute Gründe, zur Früherkennungsmammografie zu gehen – und gute Gründe, nicht hinzugehen.“ Die Teilnahme am Programm liegt bisher mit 54 Prozent unter den Erwartungen. Detaillierte Informationen bietet unter anderem die Deutsche Krebshilfe (siehe Adressen.

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