Früherkennung III: Augen, Herz und Knochen: Medizinmarkt

Koronare Herzkrankheit

Bestimmung: Arterio­sklerose-Risiko

Doppler-Echokardiographie

Belastungs-EKG

Bestimmung: Arterio­sklerose-Risiko

Doppler-Echokardiographie

Belastungs-EKG

Was wird gemacht?

Blutuntersuchung zur Einschätzung des Arteriosklerose-, Herzinfarkt- und Schlaganfallrisikos (unter anderem durch Entzündungsmarker): Lipoprotein (a), Homo­cystein, C-reaktives Protein (CRP), Fibrinogen.

Ultraschall des Herzens, mit farbiger Darstellung des Blutstroms.

Messung der elektrischen Ströme des Herzens unter Belastung.

Preisspanne*

68,20 bis 70,85 Euro.

66,45 bis 137,67 Euro.

25,94 bis 59,66 Euro.

Ist der Nutzen wissenschaftlich erwiesen?

Diese Laboruntersuchungen eignen sich derzeit nicht für die Risikobewertung in der allgemeinen Früherkennung oder für Risikogruppen. Gründe dafür sind

  • teilweise fehlende standardisierte Messverfahren,
  • fehlende Möglichkeiten, wirksame therapeutische Maßnahmen zu ergreifen, die erwiesenermaßen das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko senken,
  • fehlende Belege, dass ein zusätzlicher Nutzen über die Bestimmung etablierter Risikofaktoren hinaus besteht.

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens ist zur Früherkennung bei Personen ohne Verdacht auf eine Herzerkrankung nicht geeignet, da auch minimale, ungefährliche Auffälligkeiten gefunden werden, die zu weiteren unnötigen, eventuell eingreifenden Untersuchungen führen können.

Ein Belastungs-EKG eignet sich nicht zum sicheren Nachweis einer koronaren Herzkrankheit bei Personen ohne Beschwerden.

Die meisten symptomfreien Patienten mit auffälligem Belastungs-EKG haben keine koronare Herzerkrankung.

Ergänzende Hinweise

Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen spielen Entzündungen bei Arteriosklerose eine wichtige Rolle. Allerdings können diese Erkenntnisse für die Risikobestimmung und Therapie derzeit noch nicht genutzt werden, da therapeutische Maßnahmen noch nicht ausreichend geprüft sind.

Wer größere Belastungen plant (Sport, Tauchen) kann mithilfe eines Belastungs-EKGs eventuelle Risiken aufdecken.

Für wen sinnvoll?

Keine Empfehlung.

Die Ultraschalluntersuchung des Herzens als Früherkennungsuntersuchung kann erwogen werden bei Personen, bei denen aufgrund der Familiengeschichte der Verdacht besteht, dass eine vererbbare Herzer­kran­kung (zum Beispiel Herzmuskelerkrankung) vorliegt, oder bei Personen, bei denen ein Verwandter ersten Grades an einer Herzmuskelerkrankung leidet, die zur Vergrößerung des Herzens führt und deren Ursache nicht geklärt ist.

Was ist, wenn das Ergebnis auffällig ist?

Bei einem auffälligen Befund erfolgt meist die weitere Abklärung anderer Risikofaktoren, zum Beispiel Bluthochdruck, Diabetes.

Je nach Befund werden weitere Tests zur Abklärung durchgeführt oder es wird eine Behandlung angeschlossen.

Bei auffälligem Belastungs-EKG wird gegebenenfalls eine weitere Abklärung erforderlich. Typische Maßnahme: Herzkatheteruntersuchung.

    • * Führt zur Abwertung