Von Blutfett bis Vitamine

Bestimmung: Blutfettwerte

Diabetes-Früherkennung

Glaukom-Früherkennung

Atemtest auf Helicobacter-pylori-Besiedlung im Magen

Knochendichte­-
messung

Bestimmung: Vitamine und Spurenelemente

Bestimmung: Blutfettwerte

Diabetes-Früherkennung

Glaukom-Früherkennung

Atemtest auf Helicobacter-pylori-Besiedlung im Magen

Knochendichte­-
messung

Bestimmung: Vitamine und Spurenelemente

Was wird gemacht?

Blutuntersuchung: Bestimmung von Gesamtcholesterin, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Triglyceriden.

Blutuntersuchung auf Glukose und HbA1c-Wert (veränderter Blutfarbstoff).

Augendruckmessung, Augenhintergrund-
spiegelung und gegebenenfalls Gesichtsfeld-
bestimmung.

Atemtest auf 13C-Harnstoff zur Feststellung einer Helicobacter-pylori-Besiedlung.

Ultraschall oder Röntgen zur Messung der Knochendichte (Osteodensitometrie).

Laboruntersuchungen zum Nachweis von Vitaminen und Spurenelementen im Blut.

Preisspanne*

9,32 bis 10,72 Euro.

2,33 bis 2,68 Euro (Glukose).
11,66 bis 13,41 Euro (HbA1c).

14,80 bis 31,13 Euro.

13,32 bis 23,82 Euro.

22,15 bis 42,20 Euro.

Je nach Umfang der Untersuchung 2,33 bis 296,96 Euro.

Ist der Nutzen wissenschaftlich erwiesen?

Die Bestimmung von Gesamtcholesterin und HDL-Cholesterin ist geeignet, um das persönliche Risiko für eine koronare Herzerkrankung einzuschätzen. Die adäquate Behandlung erhöhter Blutfette verringert dieses Risiko. Auch Personen mit niedrigem HDL-Cholesterin ohne erhöhtes Gesamtcholesterin profitieren von einer Behandlung.

Der Nutzen einer zusätzlich zu Gesamtcholesterin und HDL-Cholesterin durchgeführten Bestimmung von LDL-Cholesterin und von Triglyceriden ist nicht belegt.

Der Nüchternblutzuckertest (Glukose) ist für die Diabetes-Früherkennung geeignet. Er wird empfohlen, da er leichter, schneller, kostengünstiger und patientenfreundlicher durchzuführen ist als andere Tests zur Diabetes-Früherkennung.

Der HbA1c-Test ist für die Diabetes-Früherken­n­ung nicht geeignet, unter anderem wegen der geringen Empfindlichkeit bei beginnender Störung des Glukosestoffwechsels.

Die Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks kann das Auftreten eines Glaukoms verhindern oder verzögern, sodass eine Glaukomfrüherkennung als geeignet angesehen werden kann. Allerdings können die angewandten Methoden (siehe oben) ein Glaukom oder einen erhöhten Augeninnendruck nicht mit Sicherheit oder erst spät nachweisen.

Der Test ist geeignet, eine Helicobacter-pylori-Besiedlung des Magens und Zwölffingerdarms festzustellen. Die bakterielle Infektion wird mitverantwortlich gemacht für das Entstehen von Magenschleimhaut-
entzündungen, Magen- und Zwölffingerdarm-
geschwüren und hat eine Bedeutung bei der Entstehung von Magenkrebs.

Wenn bereits ein osteoporotischer Knochenbruch vorliegt, kann durch die Knochendichtemessung das individuelle Risiko für weitere Knochenbrüche eingeschätzt werden. Liegt kein osteoporotischer Bruch vor, ist die Knochendichtemess­ung nicht geeignet, das individuelle Risiko von Knochenbrüchen zu bestimmen, selbst wenn andere Risikofaktoren vorliegen.

Der Nutzen einer Bestimmung von Vitaminen und Spurenelementen ist bei beschwerdefreien Personen nicht belegt und daher im Rahmen einer Früherkennungs-
untersuchung nicht geeignet.

Ergänzende Hinweise

Akute Erkrankungen und bestimmte Medikamente können das Ergebnis der Blutzuckermessung (Glukose) verfälschen.

Eine Glaukomuntersuchung wird von der Krankenkasse bezahlt, bei

  • bekannten und erheblichen durch einen Diabetes bedingten Veränderungen am Auge
  • einer Behandlung mit Kortison,
  • Veränderungen am Auge, die typisch für ein Glaukom sind,
  • Beschwerden, die auf ein Glaukom hinweisen,
  • Augenverletzungen
  • sowie vor operativen Eingriffen am Auge, bei denen der Ausschluss eines Glaukoms nötig ist.

Der Atemtest ist im Unterschied zu einer Magenspiegelung nicht belastend. Im direkten Anschluss an eine Behandlung mit Protonenpumpen-
hemmern oder Antibiotika sowie zur Therapiekontrolle ist der Test nicht geeignet.

Es gibt verschiedene Verfahren zur Knochendichte-
messung, die mit Röntgenstrahlen oder Ultraschall arbeiten. Das mit Röntgenstrahlen arbeitende DXA-Verfahren ist am besten untersucht und wird als vorrangig einzusetzendes Verfahren empfohlen. Die Knochendichte-
messung wird von der Krankenkasse bezahlt, wenn bereits ein osteoporotischer Knochenbruch vorliegt.

Ausgewogene Ernährung mit hohem Anteil an Obst und frischem Gemüse, zurückhaltender Konsum von Alkohol und Zigaretten sichern bei gesunden Menschen den Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen.

Für wen sinnvoll?

Generell wird diese Untersuchung (Gesamt-/HDL-Cholesterin) für Männer ab dem 35. Lebensjahr und für Frauen ab dem 45. Lebensjahr empfohlen. Bestimmung von Gesamtcholesterin gehört zum Gesundheits-Check der Kassen. Bei folgenden Risikofaktoren kann die Bestimmung auch bei jüngeren Personen sinnvoll sein: bekannter Diabetes, familiäre Vorbelastung für Herz-Kreislauf-Krankheiten, familiäre Fettstoffwechselstörungen sowie Rauchen und Bluthochdruck.

Die Blutzuckerbestimmung ist Kassenleistung beim Gesundheits-Check. Eine Diabetes-Früherkennung ist besonders für Erwachsene mit Bluthochdruck oder erhöhten Blutfettwerten sinnvoll. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft dehnt diese Empfeh­lung auf alle Personen über 45 Jahre aus und empfiehlt dieser Gruppe eine regelmäßige Nüchtern-
blutzuckerbestimmung. Ob eine Blutzuckerbestimmung für Personen unter 35 Jahren sinnvoll ist, hängt von einzelnen Risikofaktoren ab, die mit dem Arzt abzuklären sind.

Der Nutzen einer Behandlung ist bei Personen ohne vorbestehende Augenerkrankung zwischen 40 und 80 Jahren und mit einem Augeninnendruck zwischen 24 und 32 mmHg belegt.

Bei Kindern mit Beschwerden ist der Atemtest zur Erstdiagnose Kassenleistung. Bei Patienten unter 55 Jahren ist der Atemtest zur Festlegung der Behandlungsstrategie ebenso aussagekräftig wie eine Magenspiegelung. Oberhalb dieses Alters wird der Test nicht empfohlen, da mit zunehmendem Alter auch die Gefahr ernster Magenerkrankungen bis hin zu Magenkrebs wächst. Bei Symptomen ist daher in dieser Altersgruppe immer eine Magenspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben sinnvoll.

Der Test ist geeignet für Personen, die bereits einen osteoporotischen Knochenbruch hatten (dann Kassenleistung). Darüber hinaus empfiehlt der Dachverband der deutschsprachigen osteologischen Fachgesellschaften gegenwärtig für Frauen nach der Menopause eine Knochendichte-
messung, wenn mindestens ein starker Risikofaktor vorliegt, zum Beispiel Verdacht auf eine osteoporotische Wirbelkörperfraktur, sehr geringes Körpergewicht, hohes Sturzrisiko. Für diese Empfehlung ist jedoch bislang ein Nutzen nicht belegt.

Keine Empfehlung.

Was ist, wenn das Ergebnis auffällig ist?

Bei auffälligen Werten sind Veränderung des Lebensstils (Rauchen aufgeben, geringer Alkoholkonsum, mehr Bewegung, verändertes Essverhalten), Erhebung familiärer Vorbelastungen und/oder Medikamente notwendig.

Die Blutzuckermessung wird an einem anderen Tag wiederholt. Bei Diagnose „Diabetes“ erlaubt der HbA1c-Wert Rückschlüsse auf den Langzeitverlauf des Blutzuckers.

Je nach Eindeutigkeit des Befundes sind eine Wiederholung der Untersuchung oder zusätzliche Untersuchungen notwendig, zum Beispiel eine Gesichtsfeld-
bestimmung.

Bei Nachweis einer Infektion durch den Atemtest wird vor der medikamentösen Behandlung mitunter eine Magenspiegelung mit Entnahme von Gewebeproben durchgeführt. Fragen Sie den Arzt schon vor dem Test nach eventuellen weiteren diagnostischen Schritten. Durch Helicobacter pylori verursachte Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüre werden in der Regel mit zwei Antibiotika und einem Protonenpumpen-
hemmer (hemmt die Produktion von Magensäure) behandelt.

Weder die Diagnose einer Osteoporose noch das Risiko für Knochenbrüche können allein auf der Basis einer Knochendichte-
messung bestimmt werden. Je nachdem, wie stark die Knochendichte erniedrigt ist und welche anderen Risikofaktoren vorliegen, erfolgt nach Ausschluss anderer Knochenstoffwechsel-
erkrankungen eine Behandlung.

Bei nachgewiesenem Vitamin- oder Mineralstoffmangel kommen nach Abklärung der Ursachen eine Ernährungs-
umstellung und die Einnahme von Vitaminergänzungs-
präparaten in Betracht. Eventuell erfolgen weitere diagnostische Schritte, um eine mögliche Grunderkrankung zu erkennen.

    • * Führt zur Abwertung