Privat zu zahlende Untersuchungen

Grosse Krebsfrüher­kennung

Brustkrebs

Ultraschall der Brust

Gebärmutterhalskrebs (HPV-Test)

Darmkrebs: Immunologische Tests auf Blut im Stuhl

Tumormarker

Männer

Frauen

Mammographie

Digitale Mammographie

Was wird gemacht?

Zur Früherkennung von Prostata-, Nieren- / Blasenkrebs: Urin- und Blutuntersuchung, PSA-Test, Ultraschalluntersuchung, klinische Untersu­chung.

Zur Früherkennung von Gebärmutter- / Eierstock-, Nieren- / Blasenkrebs: Untersuchung von Blut, Urin und Vaginalsekret, Ultraschalluntersuchung, klinische Untersuchung.

Röntgenaufnahme.

Digitale Röntgenaufnahme.

Ultraschall-
untersuchung.

Abstrichentnahme, Untersuchung auf humane Papillomaviren (HPV-Test).

Stuhluntersuchung.

Blutentnahme.

Preisspanne

44,29 bis 87,62 Euro,
PSA-Test 29,14 bis 45,75 Euro. *

41,38 bis 78,91 Euro. *

57,12 bis 105,14 Euro. *

63,68 bis 111,70 Euro. *

21,56 bis 49,59 Euro. *

58,57 bis 81,10 Euro. *

10,49 bis 12,07 Euro. *

Hängt von den untersuchten Markern ab.

Ist der Nutzen wissenschaftlich erwiesen?

Die Ultraschall-
untersuchung der Prostata ist zur Früherkennung von Prostatakrebs nicht geeignet. Ultraschall-
untersuchungen aller weiteren Organe des Bauchraums sind ohne konkreten Verdacht zur Früherkennung nicht geeignet. Das gilt auch für die Bestimmung des Blutbilds.

Der PSA-Test ist geeignet, die Entdeck­ungsrate von Prostatakrebs zu erhöhen.

Es ist nicht bewiesen, dass die frühe Entdeckung des Prostatakrebses das Leben verlängert, da die mit dem PSA-Test sehr früh entdeckten Krebse häufig das Leben der Patienten nicht beeinträchtigen.

Die Bestimmung eines Blutbilds ohne konkreten Verdacht ist als Früherkennungs-
untersuchung nicht geeignet. Der Ultraschall durch die Scheide ist zur Früherkennung eines Gebärmutterkörper-
krebses nicht geeignet, da er zu ungenau ist. Die Ultraschalluntersuch­ung der Eierstöcke ist im Allgemeinen zur Früherken­nung von Eierstockkrebs nicht geeignet.

Es werden nur wenige Krebse entdeckt. Außerdem gibt es eine hohe Rate von Krebsdiagnosen, die sich bei weiteren Untersuchungen als falsch herausstellen. Auch ist bislang nicht erwiesen, dass eine frühzeitige Behandlung des Eierstockkreb­ses die Sterblichkeit verringert. Ultraschalluntersuchungen aller weiteren Organe des Bauchraums sind ohne konkreten Verdacht zur Früherkennung nicht geeignet.

Die Mammographie ist zur Früherkennung von Brustkrebs geeignet.

Die digitale Mammographie ist zur Früherkennung von Brustkrebs geeignet. Die Erkennbarkeit von Brustkrebs ist ähnlich wie bei der üblichen Mammographie. Ob bei einer digitalen Mammographie die Strahlenbelastung geringer ist, konnte bislang noch nicht ausreichend belegt werden.

Der Nutzen als alleinige Me­tho­de zur Früherkennung von Brustkrebs ist für Ultraschall-
untersuchungen nicht bewiesen. Eine Ultraschall-
untersuchung ist zur diagnostischen Abklärung unklarer oder verdächtiger Befunde sowie bei Frauen mit dichtem Brustgewebe geeignet (Mammographie ist hier weniger genau).

Infektionen mit bestimmten Typen des humanen Papillomavirus (HPV) erhöhen das Risiko, Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln. Der Test auf humane Papillomaviren (HPV-Test) ist geeignet, dieses Risiko festzustellen. Geeignet für Frauen ab dem 30. Lebensjahr, da es bei jüngeren Frauen häufiger zu einem spontanen Abklingen der Infektion kommt. Der Nutzen eines zusätzlich zur gesetzlichen Krebsfrüherkennung (Krebsabstrich – PAP-Test) durchgeführten HPV-Tests ist nicht belegt.

Die immunologischen Tests gelten zwar als genauer als der herkömmliche Test auf Blut im Stuhl, derzeit fehlen dafür aber ausreichende Belege. Noch gelten sie daher als wenig geeignet für die Früherkennung von Darmkrebs.

Nicht geeignet sind Tests auf Blut im Stuhl bei Personen mit entzündlichen Darmkrankheiten, nach Entfernung von Darmpolypen sowie für Erbanlageträger für Dickdarmkrebs. Hier ist eine früh einsetzende Früherkennung mittels Darmspiegelung sinnvoll.

Zur Früherkennung von Krebs ist die Bestimmung von Tumormarkern außerordentlich umstritten. Tumormarker haben eher eine Bedeutung im Rahmen der Therapiekontrolle sowie teilweise bei der Nachsorge.

Ergänzende Hinweise

Die Entscheidung für oder gegen einen PSA-Test sollte erst nach einem ausführlichen Ge­spräch erfolgen, in dem die Grenzen der Methode und die Konsequenzen, die sich aus einem positiven Test ergeben, besprochen werden.

Gebärmutterkörperkrebs wird meist erst an Symptomen (Blutungen) erkannt und kann bei zügiger Diagnosestellung oft gut behandelt werden.

Aufgrund der Strahlenbelastung sollten bei Frauen ohne besondere Risikofaktoren Mammographien nur im Rahmen eines qualitätsgesicherten Screeningprogramms durchgeführt werden, wie es zurzeit für Frauen von 50 bis 69 Jahren eingeführt wird. Diese Untersuchungen werden von den gesetzlichen Kassen bezahlt.

Auch bei der digitalen Mammographie werden Röntgenstrahlen eingesetzt. Einschränkungen wie bei der Mammographie.

Die für die Er­kennung von Brustkrebsvorstufen wichtigen Kalkablagerungen sind mit Ultraschall nicht nachzuweisen. Die Genauigkeit hängt vom verwendeten Ultraschallgerät sowie von der Erfahrung des Untersuchers ab.

Mit dem HPV-Test lässt sich eine HPV-Infektion feststellen, der Test sagt allerdings nichts dar­über aus, ob ein Gebärmutterhalskrebs vorliegt oder nicht.

Die immuno­logischen Tests sind modernere Varianten des Standardtests auf Blut im Stuhl. Sie sind patientenfreundlicher als der Standardtest, da weniger Proben benötigt werden und keine bestimmte Diät erforderlich ist.

Für wen sinnvoll?

Keine Empfehlung für das Leistungspaket, aber ein PSA-Test kann in Erwägung gezogen werden:

  • bei Männern ab dem 50. Lebensjahr,
  • bei Männern ab dem 45. Lebensjahr
  • mit einer familiären Vorbelastung oder afrikanischer Herkunft.

Keine Empfehlung für Leistungspaket. Frauen mit ge­ne­tischem Risiko könnten eventuell von Ultraschalluntersuchung der Eierstöcke profitieren.

Wird generell für Frauen von 50 bis 69 Jahren im Rahmen eines qualitätsgesicherten Screeningprogramms empfohlen. Frauen, die bereits selbst oder deren Verwandte ersten Grades Brustkrebs hatten, haben ein höheres Risiko. Sie sollten mit ihrem behandelnden Arzt klären, welche weiteren Untersuchungen angebracht sind.

Als ergänzende Untersuchung kann eine Ultraschalluntersuchung der Brust für Frauen mit dichtem Brustgewebe nützlich sein.

Keine Empfehlung, da ein zusätzlicher Nutzen über den PAP-Test hinaus nicht belegt ist und es keine wirksame Therapie der HPV-Infektion gibt.

Keine Empfehlung, da ausreichende Belege fehlen, dass die Tests genauer als die Standardtests sind.

Was ist, wenn der Test positiv ausfällt?

Bei Verdacht auf Prostatakrebs ist zur weiteren Abklärung eine Gewebeentnahme notwendig (geringes Risiko von Blutungen und Infektionen). Hohe diagnostische Sicherheit. Therapie bei be­stätigtem Prostatakrebs meist: Operation (Risiko Impotenz, Harninkontinenz), Be­strahlung (Risiko Harn- und Stuhlinkontinenz).

Je nach Befund ist eine weitere Abklärung notwendig. Dies beinhaltet bei einem Verdacht auf einen bösartigen Tumor der Eierstöcke einen operativen Eingriff. Therapie bei bestätigtem Krebs meist: Entfernung der erkrankten Organe.

Zur genauen Abklärung werden zunächst weitere Untersuchungen (zum Beispiel Ultraschall) durchgeführt. Ist das Ergebnis unklar oder verdächtig, wird eine Gewebeprobe entnommen. Therapie bei bestätigtem Krebs meist: Operation.

Weitere Untersu­chungen (zum Beispiel Mammographie). Ist das Ergebnis unklar oder verdächtig: Gewebeprobe. Therapie bei Krebs meist: Operation.

Genaue Untersuchung von Scheide, Gebärmutterhals und Muttermund. Bei nachgewiesener HPV-Infektion sollten die gesetzlichen Untersuchungen zur Krebs­früherkennung unbedingt in Anspruch genommen werden. Derzeit keine wirk­same Therapie der HPV-Infektion.

Ein positives Testergebnis macht die Untersuchung des gesamten Dickdarms (Darmspiegelung) notwendig, eventuell mit Gewebeentnahme. Therapie bei bestätigtem Krebs meist: Operative Entfernung der erkrankten Darmabschnitte.

    • * Führt zur Abwertung